Ulrike Folkerts

Tatort-Kommissarin auf den Spuren der Stasi

TV-Star ermittelt für den RBB in einem legendären Spionage-Fall

NORBERT KOCH-KLAUCKE
Lesezeit 2 Min
Ulrike Folkerts ermittelt für den RBB, warum ...

Ulrike Folkerts ermittelt für den RBB, warum ...

© Gerd Müller/RBB Lizenz

Folkerts betritt Neuland. „Als Schauspieler schlüpft man in eine Rolle. Doch dieser Film ist kein ,Tatort’ in dem ich mit der Knarre herumlaufe. Ich recherchiere an realen Orten, um einen realen Fall“, sagt sie dem KURIER.

Es ist die tragische Geschichte von Elli Barczatis (1912-1955). Die Köpenickerin ist die Chefsekretärin von DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl. Die Liebe zum verheirateten Journalisten Karl Laurenz wird ihr zum Verhängnis. Sie berichtet ihm über Versorgungsprobleme in der Wirtschaft. Was Barczatis nicht ahnt – ihr Geliebter arbeitet für den westdeutschen Geheimdienst, gibt alles weiter. Ohne ihr Wissen wird sie im Westen zur Top-Agentin „Gänseblümchen“.

Die Stasi nimmt das Paar fest. Nach einem Geheimprozess wegen Landesverrats sterben beide im November 1955 im Dresdner Gefängnis durch das Fallbeil.

Von Filmemacherin Dora Heinze erfährt Folkerts die Geschichte, erklärt sich bereit für die Doku mitzumachen, die der RBB in der Reihe „Tatort Berlin“ am 13. Oktober (20.15 Uhr) zeigt. Der TV-Star liest die Stasi-Überwachungsberichte, hört sich die Tonband-Mitschnitte vom Gerichtsprozess an, sieht sich die Zelle von Barczatis im Stasi-Knast in Hohenschönhausen an.

„Was ich herausfand, ging mir persönlich sehr nahe. Ich bin froh, dass ich dieses System nie erleben musste“, sagt Folkerts. „Man sollte die Geschichte dieser Frau verfilmen, würde sogar ihre Rolle spielen.“

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