Ulli Wegner

Marco Huck bleibt mein Junge!

Trainerlegende ist beim Kampf von Huck auch als Experte total aufgeregt ...

R. Miller
Lesezeit 2 Min
Box-Trainerlegende Ulli Wegner schaut durch die Seile in den Ring. Nicht sein Platz, wenn Ex-Schützling Marco Huck am Wochenende boxt. Dann sitzt Wegner in der TV-Kabine.

Box-Trainerlegende Ulli Wegner schaut durch die Seile in den Ring. Nicht sein Platz, wenn Ex-Schützling Marco Huck am Wochenende boxt. Dann sitzt Wegner in der TV-Kabine.

© Bongarts/Getty Images Lizenz

Die Box-Trainerlegende hatte im KURIER gelesen, dass ihn sein einstiger Schützling Marco Huck vor dem Kampf gegen Krzystof Glowacki in der Nacht auf Sonnabend am meisten vermisst.

Als Wegner dann aber las, dass Huck in der Vorbereitung auch mal zwei Stunden zu spät zum Training kam, war das Schmunzeln verflogen.

Wegner: „Das kann doch wohl nicht wahr sein. Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass Las Vegas für Marco der denkbar schlechteste Ort für ein Trainingscamp ist. Dafür ist er viel zu sehr ein Emotionsmensch.“

Was hätte der 73-Jährige eigentlich bei so einer Verspätung gemacht? Wegner: „Das erzähle ich hier lieber nicht. Aber mit mir hätte er das auch nicht abgezogen. Und in Sachen Pünktlichkeit gibt es bei meinen Boxern ganz andere Experten. Da hatte ich mit Marco eigentlich nie ein Problem.“

Probleme könnte Huck aber der Gegner bereiten. Wegner: „Ich habe mir in den letzten Tagen ein paar Videos von Glowacki angeschaut. Da muss Marco schon sein ganzes Potenzial abrufen.“

Ob er dazu in der Lage ist, sieht der Ex-Coach natürlich sofort. Wegner: „Ich brauche nur eine Runde, dann weiß ich, wie gut Marco drauf ist.“

Wegner wird beim Bezahlsender Sky (Kampf wird ab 2.30 Uhr für 12 Euro gezeigt) als Experte am Ring sitzen.

Wegner: „Und da bin ich wahrscheinlich noch aufgeregter als in der Ecke. Ich sage nach wie vor, dass ich Hucks Trennung von Sauerland nicht gut finde. Aber er bleibt trotzdem mein Junge. Er kam als Anfänger zu mir und kann jetzt zum 14. Mal seinen Gürtel als WBO-Cruiserchamp verteidigen. Das verbindet für immer.“

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema