Überraschungs-Besuch

Bedrohtes Pärchen lässt Berliner Wohnung vom SEK stürmen

Ein Bekannter drohte den beiden, sie mit seinen Waffen zu verletzen.

Philippe Debionne
Lesezeit 2 Min
Alle Mann rein da: Die Elitepolizisten auf dem Weg ins Haus, die bedrohte Frau steht daneben.

Alle Mann rein da: Die Elitepolizisten auf dem Weg ins Haus, die bedrohte Frau steht daneben.

© Morris Pudwell

Das bedrohte Pärchen alarmierte die Polizei

In der Nacht zu Samstag kam es zwischen Adriano T. und Stefan L. (alle Namen geändert) zu einem wüsten Streit - der allerdings per Handys ausgetragen wurde. Worum es ging, ist noch unklar. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll T. seinen Widersacher per Whats App zunächst wüst beschimpft und dann bedroht haben. Dabei soll er mehrfach betont haben, dass er Waffen besitze und Stefan L. sowie dessen Freundin damit „wehtun“ wolle – und auch werde.

© Morris Pudwell

Das bedrohte Pärchen alarmierte die Polizei. Nachdem T. und seine Freundin den Einsatzkräften vom Abschnitt 65 die Lage erklärt hatten, entschieden die Männer: Wir rufen das SEK!

Überraschungs-Besuch vom SEK

Wenig später marschierten die Elitepolizisten (Motto der Kommando-Truppe: Ehre und Stärke) vor dem Haus in der Spreestraße im Treptower Ortsteil Niederschöneweide auf – und entschieden nach kurzer Lagebesprechung: Zugriff! Unter dem erleichtert-zufriedenen Blick der zuvor bedrohten jungen Frau enterte das Spezialeinsatzkommando die fragliche Wohnung und überwältigte den Mann in Sekundenschnelle. Dieser soll sich laut Augenzeugen „sehr überrascht über den SEK-Besuch“ gezeigt haben.

Anschließend räumte der Mann seine zuvor ausgestoßenen Drohungen ein. Und musste zugleich zugeben, dass er gar keine Waffe besitzt und offenbar nur „auf dicke Hose gemacht habe“, wie es vor Ort hieß.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Daraufhin zog das SEK wieder ab und ließ den Mann mit aufgebrochener Tür und ramponierter Nase in seiner Wohnung sitzen. Ein Rettungssanitäter behandelte dessen bei der Stürmung erlittenen Verletzungen. Ob der Aufschneider den Einsatz zahlen muss, wird nun geprüft. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet. 

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