Dienstagmorgen, 2.58 Uhr, hallte der ohrenbetäubende Knall durch die Max-Dohrn-Straße. Aufgeschreckte Anwohner alarmierten Polizei und Feuerwehr. Selbst umliegende Läden wurden durch die heftige Explosion beschädigt. Die rücksichtslose Spreng-Masche hätte Passanten verletzen und sogar töten können.
Die Polizei hat den U-Bahnhof abgesperrt.
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Kurz nach der Detonation sahen Augenzeugen, wie zwei Täter flüchteten. Ihren Einkaufstrolley samt Gasflaschen ließen sie zurück. Die Gangster, die wieder einmal mit Hilfe von Gaskartuschen einen Geldautomaten der Sparkasse zerfetzten, mussten einsehen, dass trotz brachialer Gewalt hier nix zu holen war.
„Natürlich sind wir durch die mehr als 600 Geldautomaten, die wir in der Stadt unterhalten, besonders stark betroffen“, sagt Constanze Stempel von der Berliner Sparkasse. „Aber zu allererst sind wir froh, dass bisher keine Menschen zu Schaden gekommen sind, arglose Passanten etwa oder Bewohner betroffener Mietshäuser.“
Die Kriminaltechnik sichert Spuren an dem Skelett des Sparkassen-Automaten.
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Die Banken haben auf das Phänomen längst reagiert und in neue Sicherheitstechniken investiert. So hielt jetzt auch die Geldkassette im U-Bahnhof Jungfernheide einer massiven Explosion stand. Lebensgefahr für Passanten und verheerende Sachschäden bleiben trotzdem.
„In den letzten beiden Jahren gab es mehr als 40 Angriffe auf Geldautomaten der Berliner Sparkasse. Die materiellen Schäden gehen in die Millionen. Das lässt natürlich die Versicherungsprämien steigen. Zudem haben wir zeitgleich noch einmal hohe Summen in die Sicherheitsausstattung investiert“, erklärt die Sparkassen-Sprecherin.
Das herausgesprengte Tastenfeld des Geldautomaten.
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Die Geldkassetten sind mit Farbpatronen und neuen Sicherheitssystemen präpariert. Zudem wurden die kleinen Tresore verstärkt. „Mit Erfolg“, sagt Constanze Stempel, „inzwischen gelangen die Täter nur noch in den wenigsten Fällen an die Geldkassetten. Die Verwüstung bleibt aber.“
Trotz geringer Erfolgsquote versuchen es die Banden immer wieder. Erst am Dienstag in Neuenhagen bei Berlin (Märkisch-Oderland), zuvor am Sonntag nahe dem S-Bahnhof Röntgental (Barnim). In Berlin hatten sie zuletzt am 29. Juli am S-Bahnhof Mexikoplatz in Zehlendorf zugeschlagen.
In einem Einkaufstrolley haben die Gangster Gasflaschen transportiert, mit denen der Automat gesprengt wurde.
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Der Schaden im U-Bahnhof Jungfernheide war so hoch, dass der Zugang zur U7 bis zum Nachmittag gesperrt blieb.
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