Entscheidend für den Kampf-Abbruch in Runde 5 war Tyrons Wunde unter der rechten Augenbraue. Die hatte ihm Ekpo zwei Runden zuvor per Kopf verpasst. Unabsichtlich.
Na ja. Das Blut lief Tyron durchs Auge, spritzte bis auf die Brust. „Ich kann nicht mehr richtig sehen“, monierte der Neuköllner. Er war überlegen, ließ sich aber durch den Cut, der wieder aufplatzte, aus dem Konzept bringen. Auf Rat von Ringarzt Walter Wagner wurde abgebrochen. Nach WBA-Regeln gilt, was da auf den Punktzetteln steht: Zeuge siegte einstimmig (49:46, 48:47, 49:47). Dr. Wagner: „Mich haben Leute beschimpft. Sie sagten, Dariusz hast du mit zwei geschlossenen Augen weiterboxen lassen, Arthur mit gebrochenem Kiefer. Aber Tyron war so gehandicapt. Ihn weiter boxen zu lassen, wäre unfair gewesen.“
Im Potsdamer Bergmann-Klinikum wurde Tyrons Cut innen und außen mit sechs Stichen genäht. Zeuge: „Man bereitet sich zwölf Wochen vor und am Ende kommt so ein Scheiß raus. Das kotzt mich an.“
(KAH)
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