Auf und neben dem Platz ist Nagasato ein Musterbeispiel: „Wir hatten noch nie eine internationale Spielerin, die sich so problemlos integriert hat“, findet Schröder für seine Angreiferin nur lobende Worte. Sie gehöre in Potsdam zu den trainingsfleißigsten, ist in ihrem Ehrgeiz manchmal kaum zu bremsen.
Drei Mal in der Woche besucht Yuki einen Deutsch-Intensivkurs und kann sich mittlerweile, wenn die Aufregung – so wie nach den tollen K.o.-Spielen bei der WM – nicht übergroß ist, problemlos auf Deutsch verständigen.
Dass sich Yuki und ihrer Nationalmannschaft bei der WM zum besten Team der Welt gekrönt haben, war für Schröder nicht überraschend. Er kennt die Mentalität der Asiatinnen: „Sie haben es geschafft, die seelische Belastung zu tragen. Das ist eben Einstellung: fleißig, konzentriert, bescheiden...um dafür auf dem Platz umso offensiver zu spielen.“
Im Kontakt mit Turbine war Yuki, die Potsdam als ihre „neue Heimat“ beschreibt, während der WM übrigens ständig. Mit Mannschaftskapitän Jennifer Zietz schrieb sie täglich E-Mails. Und Schröder verrät: „Als sie vergangenen Freitag Geburtstag hatte, haben wir sie angerufen und ihr übers Handy ein Geburtstagsständchen gesungen.“
Jetzt kann Nagasato den wahrgewordenen Traum vom WM-Sieg erstmal in Ruhe genießen, bekam von Schröder Sonderurlaub. Heute landet der Flieger mit den „Gold-Girls“ auf dem Flughafen Tokio-Narita. „Der Airport wird voll sein“, verspricht Japans Verbandspräsident Junji Ogura.
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