Der Deutsch-Türke geht jeden Tag beim Kampf um die Stammplätze an die Grenzen. „Früher war das sehr extrem. Da habe ich schon mal geweint, wenn ich nur ein Trainingsspiel verloren habe“, verrät er. So schlimm ist es nicht mehr. „Aber mein Ehrgeiz zeichnet mich wohl immer noch aus“, so Torun.
Nur mit Ehrgeiz allein gewinnt man keinen Kampf um die Stammplätze. Babbel traut seinem Neuen diesen persönlichen Sieg aber zu. „Tunay kann problemlos vier oder fünf Positionen in der Offensive spielen“, lobt er.
Dass genau diese Beschreibung auch auf einen sehr wertvollen Joker passen würde, wimmelt Babbel ab. „Nein, ich glaube Tunay wird zeigen, dass keiner an ihm vorbei kommt.“
Auch der Ex-Hamburger sieht seine Flexibilität als große Stärke. „Ich weiß, wie sich meine Mitspieler auf den anderen Positionen fühlen, was die linken und rechten Außenspieler denken, wie der Stoßstürmer läuft. Das ist ein Riesen-Vorteil“, meint Torun, der am liebsten als hängende Spitze spielt. Danach kann er seine Entscheidungen im Spiel treffen. Das hilft.
„Ich glaube sogar, dass es für jeden Spieler wichtig wäre, sich mal auf den anderen Positionen auszuprobieren“, philosophiert er weiter über seine Allrounder-Qualitäten. Nur mit einem Spieler würde der 1,79-Meter-Mann ganz bestimmt nicht tauschen: „Im Tor wäre ich schlecht aufgehoben.“
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