Den Spandauer Ali Yildirim bringt das auf die Palme. Der Mitgründer des laut „Guinness-Buch der Rekorde“ kleinsten Senders der Welt, Aypa-TV, hat den Text des türkischen Wahlgesetzes mitgebracht, wonach Reporter frei arbeiten dürften – auch in Wahllokalen. Yildririm wird beim Vorlesen vom Berliner Generalkonsul Ahmet Basar Sen unterbrochen: „Das gilt im Ausland nicht.“
Der KURIER fragte beim Wahlexperten Dr. Nils Diederich nach, der es merkwürdig findet, dass die türkischen Vorschriften nicht gültig seien. Die Urnen würden danach ungeöffnet in die Türkei gebracht.
Das Frauen-Trio Halime Merdler (46), Secim Friedrich (64,) und Bedir Toptames (64, v.l.) stimmte gestern gegen den „Betrüger“ Erdogan.
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Das Olympiastadion ist mit einer türkischen Fahne geschmückt.
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Devran (20, re.) ging auf Wunsch seiner Eltern Emine (65, Mitte) und Ibrahim (60) zur Wahl. Als Kurde habe er die Demokraten von der HDP gewählt.
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Warteschlangen vorm Olympiastadion gab es nur am Donnerstagmorgen.
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Der türkische Generalkonsul Ahmet Basar Sen gibt am Donnerstag im Olympiastadion in Berlin ein Statement ab.
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Für Yildirim, der am Sonntag seine Stimme abgibt, ist der Vorgang „ungesetzlich und verstößt gegen unsere Verfassung“. Seine Beschwerde hat die Berliner Wahlkommission abgelehnt. Jetzt geht der Spandauer den juristischen Gang nach Ankara. Dort will er die Wahl annullieren lassen. MF
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