Für Palmer ist die deutsche Hauptstadt ein "failing state"
„Ich komme mit dieser Mischung aus Kriminalität, Drogenhandel und bitterer Armut auf der Straße nicht klar", hatte Palmer gesagt. Zudem würden Probleme wie „BER, S-Bahn, öffentliche Schulen, Sicherheit auf Plätzen, völlig überlastete Ämter und zig Milliarden Schulden“ beweisen: „Berlin ist ein failing state“.
Als er vor knapp zwei Wochen in die Hauptstadt geflogen sei, habe es ewig keine Gangway zum Aussteigen gegeben. Da habe er zu einer Gruppe von Mitreisenden gesagt: „Vorsicht beim Aussteigen, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands“. Die Mitreisenden seien daraufhin in Gelächter ausgebrochen.
Ramona Pop empört über Palmers Aussagen
In der Berliner Politik geht es seit der Palmer’schen Berlin-Schelte jetzt rund. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, zugleich Parteikollegin des Tübinger Bürgermeisters, twitterte aufgebracht: „Lieber Boris Palmer, niemand zwingt Dich, nach Berlin zu kommen. Wenn Du Metropole, Vielfalt, Tempo und Lebenslust nicht erträgst, kannst Du woanders die Kehrwoche zelebrieren und Dich als Hilfssheriff blamieren!“
Damit spielt Pop auf eine Aussage Palmers an, dass er als Bürgermeister zugleich „Leiter der Ortspolizeibehörde“ sei. Und damit auch das Recht habe, "zu einer Personenkontrolle habe, um Verstöße gegen Ortsrecht zu ahnden“.
Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis90/Die Grünen) stoßen Palmers Aussagen sauer auf.
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Auf die harschen Worte von Ramona Pop reagierte Palmer gegenüber dem KURIER gelassen: „Sie hat halt Lokalstolz, den habe ich auch. Und sie hat das Recht zurückzugiften.“
CDU-Fraktionschef Dregger verspricht mehr Sicherheit
Burkard Dregger (CDU) möchte Palmer helfen, sich bei seinem nächsten Berlin-Besuch besser zu fühlen.
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Burkard Dregger, CDU-Fraktionsvorsitzender, sagte, man dürfe „nicht zulassen, dass unsere Gäste sich unsicher fühlen oder verschreckt werden“. Deshalb lade er „Herrn Palmer zu einem Treffen ein.“ Und tatsächlich: Dem KURIER sagte Palmer, er nehme die Einladung „bei einem seiner nächsten Berlin-Besuche gerne an“. Allerdings frage er sich schon, welche Verbesserungsschläge die CDU habe.
Dazu Dregger: „Meine Fraktion und ich werden ihm gern bei einem seiner nächsten Berlin-Besuche unsere Strategien vorstellen, um die tatsächliche und gefühlte Sicherheit zu verbessern“.
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