Trost-Sause im "Borchardt"

Eichinger-Witwe

BK
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Gerade einmal drei Tage waren seit der Beerdigung von Film-Legende Bernd Eichinger (†61) vergangen und schon meisterte seine Witwe Katja Hofmann (38) Donnerstag ihren ersten öffentlichen Auftritt beim Berlinale-Auftakt (KURIER berichtete).Nach der Premiere von "True Grit" düste sie schleunigst ab - aber nicht ins Hotel. Es zog sie ins In-Restaurant "Borchardt". Bei Wein und Kerzenschein saß die Journalistin mit Freunden bis spät in die Nacht dort, plauschte, gestikulierte und wurde zwischendurch immer wieder von Trauzeuge Tom Tykwer (45) in den Arm genommen. Nach Trauer sah die traute Runde nicht aus. Jetzt wird diskutiert: Darf man das? Bernd Eichinger ist erst am 24. Januar in Los Angeles an einem Herzinfarkt gestorben.Die Psychologin Verena Kast (77) hat den Trauerprozess eines Menschen in vier Phasen unterteilt. Dazu gehört eine Phase, in der der Verlorene bewusst oder unbewusst gesucht wird. Dort, wo er im gemeinsamen Leben anzutreffen war. Das Borchardt war Bernd Eichingers Stammlokal in Berlin. Womöglich suchte Katja Hofmann seine Nähe. Also: Ja, sie darf rausgehen. Ja, sie darf Alkohol trinken. Auch das gehört zur Verarbeitung des unendlichen Schmerzes.

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