Einfach nur noch frech

Trinkgeld wird zur Zwangsgebühr: Hört mit diesem Mist endlich auf!

Unser Autor gibt gern Trinkgeld. Dass er sich zu der Abgabe immer häufiger genötigt fühlt, stößt ihm allerdings sauer auf. Ein Kommentar.

Foto von Autor/Autorin: Florian Thalmann
Lesezeit 5 Min
Wer mit der Karte zahlt, wird inzwischen fast immer zur Abgabe von Trinkgeld aufgefordert. Selbst dort, wo die Mitarbeiter einfach nur ihren Job machen.

Wer mit der Karte zahlt, wird inzwischen fast immer zur Abgabe von Trinkgeld aufgefordert. Selbst dort, wo die Mitarbeiter einfach nur ihren Job machen.

© Guido Schiefer/imago

Bevor die Frage aufkommt: Ich bin, wenn es um Trinkgeld geht, ein sehr spendabler Mensch. Wenn ich einen schönen Abend im Restaurant verbracht habe, gebe ich sehr gern mehr Geld – und auch bei anderen Gelegenheiten, etwa beim Friseur, zahle ich Trinkgelder, für die ich häufig entsetzte Blicke ernte. Aber Trinkgeld ist für mich ein Lohn für guten Service. Immer mehr wird es aber scheinbar nicht als lobende Abgabe definiert, sondern vorausgesetzt – und sogar an einfachen Backwarenständen in Bahnhöfen wird das Trinkgeld beinahe zur Zwangsgebühr. Wann hört dieser nervige Mist eigentlich auf?

Berliner Kurier

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