Trinken, rauchen, faulenzen

Berliner, bitte lebt ein bisschen gesünder!

Zu viel Stress: Laut Studie greift fast jeder Vierte täglich zur Flasche ...

NORBERT KOCH-KLAUCKE
Lesezeit 2 Min
Alkohol und Nikotin – ihr übermäßiger Genuss gehört zur Lebenseinstellung der Berliner, fand jetzt eine Studie heraus.

Alkohol und Nikotin – ihr übermäßiger Genuss gehört zur Lebenseinstellung der Berliner, fand jetzt eine Studie heraus.

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„92 Prozent der Hauptstädter ernähren sich nicht abwechslungsreich“, sagt der Mitautor der Studie, Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

„Stattdessen sind sie unschlagbar beim Rauchen und trinken den meisten Alkohol in Deutschland, sitzen zu viel herum.“

In Zahlen heißt das: 36 Prozent der Berliner greifen ständig zur Zigarette. Damit liegen die qualmenden Hauptstädter weit über den Bundesdurchschnitt. Insgesamt rauchen laut Studie nur 24 Prozent der Deutschen.

Vorbildlich sind dagegen unsere Nachbarn. Nur 16 Prozent der Brandenburger qualmen. Damit hat das Bundesland die meisten Nichtraucher Deutschlands.

Auch beim Saufen sind die Berliner die Größten. 23 Prozent trinken täglich Bier oder Wein. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 13 Prozent der Deutschen, die beim Alkoholkonsum über die Stränge schlagen.

„Normal ist, wenn man zwei bis dreimal in der Woche ein Glas Bier oder ein 0,2-Liter-Glas-Rotwein trinkt“, sagt Studien-Autor Froböse.

Daran halten sich zum Beispiel 92 Prozent der Brandenburger. Laut der Studie langen nur acht Prozent im Nachbarland beim Alkohol richtig zu.

Viel saufen und rauchen – für die Berliner kann das böse Gesundheitsfolgen haben. „Diese Gifte bringen das Herz-Kreislaufsystem mächtig ins Wanken, vor allem, wenn man dann noch viel herumsitzt“, sagt Froböse.

Neun Stunden täglich verbringen die Berliner mit Herumlungern (7,2 Stunden im Bundesdurchschnitt), sitzen zu viel auf Arbeit und daheim vorm Fernseher oder Computer.

„Kein Wunder“, sagt Froböse. „Damit und mit Trinken und Rauchen versuchen Menschen in Großstädten wie Berlin, den Stress im Alltag zu bewältigen.“

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