„Aroundtown“ hat bei der letzten Sitzung des Baukollegiums seine Pläne vorgestellt. Das Baukollegium ist ein Expertengremium, das Bezirke und Senat berät. Dem KURIER liegt eine Präsentation von „Aroundtown“ vor. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verrät weitere Details auf eine Anfrage der Linken.
Neues Hochaus soll 76 Meter hoch werden
Das Unternehmen, gleichzeitig neuer Sponsor der Union-Fußballer, plant demnach ein 76 Meter hohes Hochhaus mit Gewerberäumen und kleinen Apartments. Auch ein Hotel ist denkbar. Abriss des Kinos und der Baustart beginnen aber erst in zwei bis drei Jahren. So lange dauert jetzt das Bebauungsplanverfahren, wie Treptows Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) dem KURIER mitteilt.
„Die Überlegungen sind spannend, aber erst ganz am Anfang“, sagt er. Senat und BVV müssten den Plänen noch zustimmen. Erst danach könne „Aroundtown“ überhaupt einen Bauantrag stellen. Hölmer macht keinen Hehl daraus, dass ihm die „Aroundtown“-Überlegungen gefallen. Er stellt aber eine Bedingung: Das Erdgeschoss müsse öffentlich genutzt werden. Eine Kita oder eine Bibliothek wären denkbar. Auch das Dach müsse öffentlich sein. Hölmer: „Der Investor hat eine Verantwortung für den Kiez.“
Ein Kino-Neubau sei vom Tisch und vom Investor nicht geplant, erklärt er. Der Senat hält in seiner Antwort die Pläne für „angemessen“. Man hat den Eindruck: Die Politik öffnet „Aroundtown“ hier die Tür.
Katalin Gennburg (Linke) spielt da nicht mit. Sie gehe mit ihren Kindern gern in dieses Kino und wolle es erhalten, sagt sie dem KURIER. „Die kaputte Elsenbrücke und die unfertige A100 sind Probleme, die man an der Kreuzung erst lösen muss, bevor man an ein Hochhaus denkt.“ Für Gennburg habe der Investor nur ein Ziel: Rendite.
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