Traurig

Immer mehr Depressive in Berlin

Laut Krankenkassen-Studie fehlen Kranke jährlich 64 Tage

Cornelia Schmalenbach
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Weshalb ausgerechnet in der Hauptstadt der Hippen und Coolen die Männer so schwerwiegende seelische Probleme haben, dass Ärzte sie krankschreiben, darüber kann man nur spekulieren. „Möglicherweise ist das Großstadtleben ein Risikofaktor“, sagt TK-Chefin Susanne Hertzer. „Vielleicht zieht die Anonymität aber auch Männer an, die besonders gefährdet sind.“ Untersuchungen dazu fehlen leider.

Depressionen wirken sich nicht nur auf die private Sphäre aus, lange Fehlzeiten bedeuten für Arbeitnehmer echte wirtschaftliche Einbußen. Durchschnittlich fehlen die Kranken 64 Tage. „Für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern bedeutet das, dass vier Beschäftigte gut zwei Monate im Jahr fehlen“, rechnete Hertzer vor. Betroffen sind vor allem Angestellte in Call-Centern, Erzieher, Pädagogen und Sicherheitsberufe.

In den vergangenen Jahren nahmen die Krankschreibungen wegen Depressionen immer weiter zu: Seit dem Jahr 2000 um fast 70 Prozent.

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