Transferschluss Freitag 18 Uhr

Hertha, was läuft da mit Kalou und Stark?

Zwei Spieler bitten um Freigabe, aber die Blau-Weißen stellen sich (noch) taub.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 3 Min
Sunnyboy Salomon Kalou (34) ist unter Trainer Jürgen Klinsmann das Lachen vergangen. Auch Verteidiger Niklas Stark (24) will weg, verspricht sich aber weiter voll reinzuhägen. 

Sunnyboy Salomon Kalou (34) ist unter Trainer Jürgen Klinsmann das Lachen vergangen. Auch Verteidiger Niklas Stark (24) will weg, verspricht sich aber weiter voll reinzuhägen. 

© Imago Images /Engler, Matthias Koch

Klinsi rennt die Zeit davon! Nur noch 48 Stunden hat Herthas Cheftrainer Jürgen Klinsmann (55), um sich den gewünschten Stürmer zu angeln. Spieler abgegeben haben die Blau-Weißen im Zuge von Klinsis Tabula rasa schon eine ganze Reihe. Zwei, die auch weg wollen, bekommen aber ein Wechsel-Verbot. Hertha, was läuft da mit Kalou und Stark?

Bei Salomon Kalou steckt Hertha in einer Zwickmühle. Klinsi hat keine Verwendung für den erfahrenen Torjäger. Nicht mal mehr mittrainieren darf der Champions-League-Sieger von 2012. Auch auf Kalous Ausstrahlung, der in der Vergangenheit für viele Spieler eine wichtige Bezugsperson in der Kabine war, legt Klinsmann keinen Wert. „Ich finde das respektlos“, kritisierte Kalou im KURIER.

Kalou darf nicht zur Konkurrenz 

Kalou darf weg – nur nicht zu jedem Klub. Michael Preetz weiß, was der 34-Jährige noch drauf hat. Deswegen will der Manager Kalou auf keinen Fall an einen direkten Konkurrenten in der Bundesliga abgeben. Gleichzeitig will Preetz dem Ivorer aufgrund seiner Verdienste keine Steine in den Weg legen.

Noch schlimmer als der drohende blau-weiße Image-Verlust durch den Umgang mit Kalou, ist der Fall von Niklas Stark.

Klinsi lässt Stark nicht gehen

Der Nationalspieler, zu Saisonbeginn zum Vize-Kapitän befördert, sollte das neue Hertha-Gesicht werden. Stattdessen ist er unter Klinsi nur Ersatz und bangt um die EM. „Ich muss spielen, um dabei zu sein“, erklärte er dem KURIER und kündigte ein Gespräch mit Klinsi an.

Das Ergebnis? „Er hat ganz klar gesagt, wir geben dich nicht weg“, erzählt der 24-Jährige im Morgenpost-Interview.

Für Stark droht nach dem Hoffnungsschimmer (beim 2:1-Sieg in Wolfsburg vertrat er den gesperrten Dedryck Boyata), direkt wieder ein Dämpfer: Gegen Schalke (Freitag, 20.30 Uhr) setzt Klinsmann wohl auf Boyata und Jordan Torunarigha. Stark akzeptiert das Wechsel-Verbot, verspricht weiter Gas zu geben: „Abschütteln, weitermachen und so viel spielen wie möglich.“

Preetz setzt auf Maier

Ganz anders sieht es bei Arne Maier (22) aus. „Wir denken überhaupt nicht darüber nach, ihn im Winter abzugeben“ erklärte Preetz, nachdem der Mittelfeldmann öffentlich seinen Wechsel-Wunsch äußerte, ohne ein konkretes Angebot zu haben. Maier, der in den vergangenen zwölf Monaten mehr verletzt als einsatzfähig war, begründete seinen Vorstoß mit mangelnder Wertschätzung. Dabei sieht – zumindest Preetz – ihn als potenziellen Stammspieler, stattete ihn deswegen vor zwei Jahren mit einem Millionen-Gehalt aus.

Viele offene Fragen bei Hertha. Vielleicht herrscht bis Freitag 18 Uhr mehr Klarheit.  

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