Der BVG fehlen 77 Straßenbahnfahrer. Daher fahren seit einem Monat an den Wochenenden keine Bahnen auf den Linien 18 (Hellersdorf-Springpfuhl) und 67 (Schöneweide-Krankenhaus Köpenick) . Da die BVG den Notstand nicht in den Griff bekommt, dünnt sie nun zum Schulstart (31. August) erstmalig im Berufsverkehr folgende Straßenbahn-Linien aus.
M6 (Hellersdorf-Hackescher Markt): Ausgerechnet zwischen Landsberger Allee/Petersburger Straße und S-Bahnhof Marzahn, dort wo große Menschenströme im Berufsverkehr unterwegs sind, sollen die Verstärkerzüge entfallen.
M8 (Ahrensfelde-Nordbahnhof): Da entfallen die Verstärkerfahrten zwischen Landsberger Allee/Petersburger Straße und Ahrensfelde. Im Berufsverkehr wird die Linie 18 bis zur Petersburger Straße verlängert. Durch den Wegfall der Bahnen verlängern sich auf dieser Linie und der M6 die Wartezeiten auf zehn Minuten im Berufsverkehr.
M4 (Falkenberg/Hohenschönhausen-Hackescher Markt) und M10 (Nordbahnhof-Warschauer Straße): Auch hier fallen Züge aus, in dem die die BVG die Wartezeiten von bisher drei auf vier Minuten bzw. auf sechs Minuten erhöht.
Um die Menge der wartenden Fahrgäste von den Haltestellen wegzubekommen, versucht die BVG auf den ausgedünnten Linien die größeren Flexity-Straßenbahnen einzusetzen. „Die Maßnahme ist eine Bankrotterklärung“, sagt Jens Wieseke vom Igeb. „Statt Straßenbahnen ausfallen zu lassen, sollte die BVG lieber Busse als Verstärkung einsetzen.“ Um die Situation zu entspannen, versucht die BVG jetzt sogar aus anderen Bundesländern Straßenbahnfahrer als Verstärkung anzuheuern.
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