In der Pressekonferenz vor dem Zweitliga-Heimspielauftakt gegen Greuther Fürth (Samstag, 15.30 Uhr, Alte Försterei) bemüht sich der Trainer anfangs um Lockerheit. Nachdem Patrick Kohlmann zwei, drei Sätze über seine Rolle als Vize-Kapitän sagt, schmunzelt Neuhaus: „Es ist auch für mich ungewöhnlich, Kohle zu viel reden zu hören.“
Am größten war das Bedauern bei Unions Rekordtorjäger Karim Benyamina (87 Pflichtspieltreffer), dem die eisernen Bosse einen Wechsel aufdrängten. Der 29-Jährige kam beim Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt unter. Womit er – neben Aufsteiger Dominic Peitz – der Einzige ist, der das Niveau halten konnte.
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Dass Santi Kolk durch seine Flucht zu NAC Breda den Gehaltsetat für geschätzte 22 000 Euro im Monat entlastet, ist ja hinlänglich bekannt. Sollte Breda ihn behalten wollen, bekäme Union im Sommer 2012 sogar eine Ablösesumme. Falls man selber den Klassenerhalt schafft.
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Björn Brunnemann ist derzeit arbeitslos. Kein Zweitligist wollte die rund 18.000 Euro Gehalt für einen stark verletzungsanfälligen Kicker berappen. In der Liga drunter gibt es deutlich weniger zu verdienen. Ergo muss der 30-Jährige deutliche Abstriche machen. Oder darauf hoffen, dass ein in Panik geratender Klub bis zum 31. August (Ende der Transferperiode) zuschlägt.
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Auch ohne Beschäftigung ist Macchambes Younga-Mouhani. Der mittlerweile 37-Jährige absolvierte zwar ein Probetraining bei Eintracht Trier. Aber der Regionalligist hatten nicht die Mittel, ihn zu verpflichten. Abwarten heißt die Devise für den vierfachen Familienvater.
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Diesem quälenden Prozess konnte zumindest Bernd Rauw entgehen. Erfurts Trainer Stefan Emmerling stand aus gemeinsamen Zeiten in Emden auf den sympathischen Belgier. Rauw soll jetzt den Abwehrchef bei den Thüringern geben.
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Kenan Sahin wechselte ins Ausland, verdingte sich beim türkischen Zweitligisten Denizlispor.
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Am besten hat es wohl noch Dominic Peitz getroffen. Für mindestens 12 Monate darf er beim FC Augsburg Bundesligaluft schnuppern. Und bislang sieht es so aus, als könnte er wirklichen einen Platz in der Startelf der Fuggerstädter erkämpfen. Zu gönnen wäre es dem 1,96 großen Mittelfeldspieler, der wie kaum ein Zweiter für ehrliche Arbeit bei den Eisernen gestanden hatte.
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Nicht alle hatten das Glück, weiterhin in Deutschland tätig sein zu dürfen. Paul Thomik wechselte zurück in seine Geburtsstadt Zabrze. Bei Gornik will er zusammen mit dem Ex-Unioner Michael Bemben (schon eine Saison da) über die rechte Seite so viel Druck machen, dass der polnische Erstligist diesmal nicht wie in der Vorsaison knapp an der Europa-League-Quali vorbeirutscht.
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Ersatz-Keeper Christoph Haker kam bei Regionalligist BAK unter. Die Weddinger werden langsam zum Sammelbecken von Alt-Unionern. Ronny Nikol spielt dort, der Trainer heißt Jens Härtel.
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Schnell wird Neuhaus ernst. Er bemüht sich um sachliche und analytische Aussagen. Doch dann sagt er einen Satz, der als Aufforderung zum Tanz verstanden werden kann: „Wir müssen gewinnen, damit der ganze Müll, der über uns ausgekippt wird, vorbei ist.“
Dazu kommt die angebliche Enthüllung, dass neben Zingler auch Oskar Kosche beim Wachregiment gedient habe. Eine tatsächlich olle Kamelle, die der KURIER bereits am 20.?Februar 2004 entkräftet hat, zumal Kosche als BFC-Spieler dort seinen Armeedienst ableisten musste.
Uwe Neuhaus und sein Luxusproblem: Die Union-Stars drängen wieder zurück ins Team...
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Michael Parensen: 318 Fans
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Neuhaus, der gern alles im Griff hat, ist giftig. Weil er die hohen Wellen um Zinglers Armee-Vergangenheit und Hötteckes dumme Sprüche gegen Polizisten nicht mehr kontrollieren kann. Fragen nach den heißen Themen dieser Tage ärgern ihn. Er wird wortkarg, einsilbig – und richtig fuchsig. „Bitte nur sportliche Fragen“, fordert er. Herr Neuhaus, übernehmen Sie! Gegen diesen „Müll“ hilft tatsächlich nur ein Sieg.
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