Vier Männer stehen nun vor dem Amtsgericht: Fabian W. (44) und Marcel M. (42) als damalige Geschäftsführer, Timo Z. (33) als Betriebsleiter, Tareq Al T. (37) als Gast.
Mit einer noch glimmenden Zigarettenkippe soll Al T. das Feuer verursacht haben. Es geschah laut Anklage am 5. Februar 2017 gegen 22.13 Uhr. In Kabine 149 des Clubs soll er eine Kippe in den mit einer Plastiktüte versehenen Kunststoffmülleimer geworfen haben. Anklage: „Ohne sich zu vergewissern, dass der Zigarettenrest erloschen ist.“
Entrauchungs-Anlage funktionierte nicht
Um 22.17 Uhr brach der Brand im Keller des Clubs in der Kurfürstenstraße aus. 17 Personen hielten sich in dem Bereich noch auf. Die „ohnehin spärliche Beleuchtung“ sei ausgefallen. Anklage: „Innerhalb von Minuten verteilten sich die Rauchgase.“ Die nicht überprüfte Entrauchungs-Anlage blieb funktionslos.
Drei Männern gelang es nicht, aus den verwinkelten und dunklen Gängen zu fliehen. Sie konnten nur noch tot geborgen werden. Ein Mann (50) erlitt Verletzungen und kam in ein Krankenhaus.
Den beiden damaligen Chefs wird vorgeworfen, nicht für die Einhaltung von Brandschutzvorschriften gesorgt zu haben. Umbauten seien nicht an die baurechtlichen Bestimmungen angepasst und Anlagen nicht überprüft worden. Zudem seinen Notausgänge zum Teil versperrt gewesen, so die Anklage. Z. und M. äußerten sich am ersten Tag im Prozess um fahrlässige Tötung. Doch sie fühlen sich nicht für das Todesdrama verantwortlich. Fortsetzung: Mittwoch. KE
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