Traditionsmasters

Derby-Tag beim Budenzauber

Beim Oldie-Hallenmasters geht es heute schon wieder um die Stadtmeisterschaft.

Andreas Baingo
Lesezeit 3 Min
Schon im Vorjahr duellierten sich Karim Benyamina (1.FC Union, r.) und Maik Franz (Hertha BSC).

Schon im Vorjahr duellierten sich Karim Benyamina (1.FC Union, r.) und Maik Franz (Hertha BSC).

© imago/Jan Huebner

Der Anfang ist mit dem Revierduell zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 schon mal nicht schlecht. Das Beste aber kommt wie meist zum Schluss und ist auch bei der elften Auflage der Knaller: die Hammer-Partie zwischen dem 1.FC Union und Hertha BSC. Sie beschließt den ersten Tag des zweitägigen Turniers mit acht Teams und ist ohnehin der emotionale Höhepunkt.

„Dieses Spiel ist doch das, was die Fans wollen, worauf sie heiß sind“, sagt Eisern-Idol Torsten Mattuschka, „das macht auch mir als Spieler einen Riesenspaß.“ Zumal es auch diesmal so ist, dass die Veranstalter für Tusche eine besondere Variante in ihren Spielregeln haben: Freistoß mit Fan-Gesang. Das heißt: Stimmen die Fans für einen Freistoßschützen ein Lied an, dann darf der Besungene, was sonst nicht erlaubt ist, den Ball direkt verwandeln. Die Bedingung: Der Freistoß muss in der eigenen Spielhälfte ausgeführt werden.

Wenn es also aus dem Union-Fanblock schallt „Tors-ten Mat-tuuuuschka, du bist der beste Mann, Tors-ten Mat-tuuuuschka, du kannst, was keiner kann“, dann haut Tusche ihn eben auch mal rein für den Verein. „Das ist doch geil, wenn die Fans deinen Namen singen“, sagt der Mann mit der immerwährenden Rückennummer 17, der sein Lied natürlich längst auswendig kann.

Tusche ist nicht das einzige Idol, das die Eisernen mitbringen. Auch Marco Gebhardt ist dabei und Ronny Nikol, Karim Benyamina und Christian Stuff und, wenn auch erst am zweiten Tag, Oskar Kosche, im Vorjahr zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Zuvor hütet Henryk Lihsa die eiserne Kiste. Mit dieser Hammer-Truppe wollen sie nach 2018 zum zweiten Mal am Turniersieg schnuppern.

Für die Blau-Weißen von Hertha wäre ein Triumph nach den Siegen 2014 und 2015 bereits der dritte. Dafür aber sollten sie – die Köpenicker übrigens auch – die zwei weiteren Gruppengegner – Werder Bremen mit Torjäger Ivan Klasnic und Tennis Borussia mit Ansgar Brinkmann und Francisco Copado – hinter sich lassen. Das steht aber wahrscheinlich erst morgen (Anpfiff: 13 Uhr) nach den letzten Gruppenspielen fest.

Vorzüglich besetzt sind die Herthaner natürlich auch. Zaubermaus Dariusz Wosz ist immer für eine Gala-Vorstellung gut, Gabor Kiraly für eine heldenhafte Parade und Andreas „Zecke“ Neuendorf für mordsmäßige Gaudi. Womöglich gibt sogar Pal Dardai sein Comeback. Als Trainer des Bundesliga-Teams hatte sich der blau-weiße Rekordspieler ja in den vergangenen Jahren eine Auszeit gegönnt.

Wie auch immer es ausgeht: Der Derby-Tag zieht beim Budenzauber Rot-Weiße wie Blau-Weiße in seinen Bann.

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