1894 wurde die Trabrennbahn eröffnet. Erst danach entstand der S-Bahn-Anschluss.
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Absperrgitter prägen das Bild in der maroden Trabrennbahn Karlshorst. Ein neuer Investor müsste viel Geld haben ...
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In Harry’s Imbiss haben sich früher Pferde-Liebhaber gestärkt. Noch ist alles verriegelt, doch bald sollen hier wieder neue Arbeitsplätze entstehen.
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Zu den Traber-Derbys kamen vor dem Mauerfall Tausende Besucher.
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Bezirksbürgermeister Andreas Geisel will an diese Zeiten anknüpfen.
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Die marode Trabrennbahn soll zu einem Reiter-Paradies umgebaut werden
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Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Andreas Geisel ist optimistisch. Bereits Ende dieses Jahres will der SPD-Politiker einen Bebauungsplan vorlegen: „Damit könnten Sponsoren bei Banken leichter Kredite erhalten.“ Das bislang 37 Hektar große Gelände soll bis zur Wuhlheide ausgedehnt werden. Erste Absprachen mit dem Nachbarbezirk Treptow-Köpenick laufen inzwischen.
Die vom 4. bis 11. August kommenden Jahres stattfindende Islandpferde-Weltmeisterschaft in Karlshorst soll Geldgeber an die Traditionsstätte locken. 20 000 Besucher werden bei der WM pro Tag erwartet. 9000 Hotelbetten in und um Lichtenberg sind bereits gebucht, 2000 Wochen-Tickets für die Wettbewerbe verkauft. Die große Hoffnung: Auch ein Investor mit einem dicken Konto könnte bei der WM auf der Tribüne sitzen...
Mit 300 000 Euro unterstützen EU, Senat und der Bezirk Lichtenberg unterdessen die organisatorischen Vorbereitungen für den Ausbau Karlshorsts zum Pferde-Paradies. Vorgesehen sind ein Jugend- und Familien-Hotel, Ferien auf Reiterhöfen, Spring- und Dressur-Wettkämpfe, Reitwege in der Wuhlheide. Die Deutsch-Russischen Festtage und Indoor-Veranstaltungen in der Tribünenhalle sollen zusätzlich die Kassen füllen.
Bürgermeister Geisel will die Talfahrt seit der Wende damit endlich beenden. Anfang dieses Jahrzehnts stieg der Trabrennverein Mariendorf aus finanziellen Gründen in Karlshorst aus. 2010 entschied das Bundes-Innenministerium, die Reiterstaffel der Bundespolizei nicht zur Trabrennbahn, sondern nach Stahnsdorf zu verlegen. Der 2003 gegründete Förderverein „Pferdesportpark Berlin-Karlshorst e.V.“ hält den Betrieb seitdem tapfer aufrecht, doch die Einnahmen sinken stetig. 1991 wurden pro Renntag auf dem Gelände 19 000 D-Mark umgesetzt, jetzt sind es nur noch 2000 Euro. Geisel: „Mit Pferdewetten allein kann diese Anlage nicht überleben. Wir sind uns alle einig: Eine leere Trabrennbahn unter Denkmalschutz mit S-Bahn-Anschluss – das kann nicht unser Ziel sein.“
Das neue Reiter-Paradies soll übrigens ganz öko sein. Mit Pferdemist soll ein Biomasse-Kraftwerk betrieben werden.
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