Touristen statt Berliner

Berlin-Mitte meldet 17.000 illegale Ferienwohnungen

Das Verbot, Wohnungen an Touristen zu vermieten, soll eigentlich den Mietanstieg in Berlin dämpfen. Aber nach Zahlen des Bezirks Mitte ist es bislang ein stumpfes Schwert.

BK
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Wohnen wie Otto Normalverbraucher mitten in der Stadt - voll im Trend bei Berlin-Touristen.

Wohnen wie Otto Normalverbraucher mitten in der Stadt - voll im Trend bei Berlin-Touristen.

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Knapp 5700 Anträge wurden bislang bewilligt. Bezirksstadtrat Stephan von Dassel forderte den Senat auf, die Daten schnell zu verwerten und den Bezirken zusätzliches Personal für Kontrollen zu gestatten. Mitte ist nach den Zahlen am stärksten betroffen.
„Alle Ferienwohnungsanbieter werden aufgefordert, die illegale Vermietung sofort einzustellen und die Wohnungen wieder dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen“, teilte von Dassel mit. Er hatte 15 Online-Portale auswerten lassen. Der Senat ging zuletzt von etwa 12 000 Ferienwohnungen aus.

Wegen teils stark steigender Mieten gilt seit Mai 2014 für ganz Berlin ein Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum. Er soll nicht mehr für Vermietungen an Touristen genutzt werden. Ausnahmen gibt es für private Ferienunterkünfte mit Bestandsschutz. Für sie gelten Übergangsfristen bis Anfang Mai 2016, falls ihre Besitzer sie bis August 2014 beim Bezirk gemeldet haben. dpa

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