Vor einer Woche erreichten die Briefe vom Amtsgericht Tiergarten gebärfähige Frauen aus Südosteuropa, die im März 2016 in Lichtenberg wohnten beziehungsweise sich zum Zeitpunkt der Tat dort aufhielten.
Säugling wurde in einen Müllsack gewickelt und entsorgt
Eine Mutter hatte damals ihr neugeborenes Mädchen getötet und anschließend in einem blauen Müllsack am Parkeingang in einem Gebüsch entsorgt. Am 8. März 2016 machte ein Spaziergänger den grausigen Fund und alarmierte die Polizei.
Das Amtsgericht Tiergarten bittet Personen, die in das Fahndungsprofil passen, um ihre Zustimmung zu einem DNA-Test.
© Pudwell
„Zeitaufwendige molekular-genetische Untersuchungen erbrachten inzwischen weitere Erkenntnisse über die noch unbekannte Mutter des Kindes“, sagt Polizeisprecherin Heidi Vogt. Demnach soll die Gesuchte aus dem südosteuropäischen Raum stammen und erst einige Jahre vor der Geburt des Säuglings in die Region Berlin gekommen sein.
Die Mutter hatte ein Haustier
Die Ermittler sind sich zudem sicher, dass die Frau ein Haustier hatte. Vogt: „Weitere kriminaltechnische Untersuchungen haben ergeben, dass die Mutter vermutlich in einem Haushalt gewohnt haben dürfte, in dem eine dunkel getigerte Hauskatze gelebt hat.“
Demnach müssen alle angeschriebenen Frauen zwischen dem 3. bis 6. April an dem Massenspeicheltest in der DRK-Notunterkunft an der Ruschestraße teilnehmen. Ablehnen können die Frauen das nicht.
Bisher war kein Treffer dabei
Es ist nicht das erste Mal. Die Polizei hatte bereits zwei Wochen nach dem Fund des toten Babys von rund 400 Frauen aus der Flüchtlingsunterkunft an der Ruschestraße Speichelproben entnommen. Jedoch ohne Erfolg.
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