Die Hintergründe der Tat in der Katholischen Französischsprachigen Gemeinde sind noch unklar. Eine heute Vormittag durchgeführte Obduktion des Mannes bestätigte, dass er ermordet wurde. Bislang konnte jedoch noch nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob es sich bei dem Getöteten um einen Mitarbeiter der dort ansässigen Kirchengemeinde handelt.
Die Ermittlungen führten die Beamten der Mordkommission heute gegen zwölf Uhr zu einem Wohnhaus in Reinickendorf, wo sie auf dem Dachboden einen Mann festnahmen, bei dem es sich mutmaßlich um den Täter handelt. Laut Polizeiangaben sollen Zeugen am Donnerstagabend einen lauten Streit zwischen zwei Männern vernommen haben.
Die Kirchgemeinde existiert seit 1945 in Berlin – ursprünglich wurde sie als Militärpfarrei gegründet, dessen Bischof der französische Militärbischof war. Seit 1994 ist die „Paroisse Catholique Francophone“ eine unter der fremdsprachigen Gemeinden des Erzbistums Berlin-Brandenburg. In Berlin leben etwa 10.000 Franzosen und einige Tausende französischsprachige Ausländer aus der ganzen Welt. Die meisten Gemeindemitglieder seien aber nur für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland, wegen einer Arbeitsstelle, als Student oder Praktikant.
(BK)
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