Unangefochten auf Platz Nummer eins unter den beliebtesten Schönheits-OPs ist die Brustvergrößerung. An zweiter Stelle folgt die Lidstraffung, so eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie. Nach den Skandalen um Billigimplantate der französischen Firma PIP war die Nachfrage nach Brustimplantaten in den letzten Jahren zurückgegangen. Jetzt haben die Damen die Grusel-Nachrichten offenbar vergessen. 2015 stieg die Zahl der Brust-OPs erstmals wieder.
Vertrauensvoll ließ jede Fünfte von 1005 Menschen, die sich unters Messer legeten, ein Implantat einbauen. 4,4 Prozent der Patientinnen ließen sich lieber eine Brustvergrößerung mit Eigenfett machen. Im Vorjahr waren es 3,2 Prozent.
Bei der Brustvergrößerung sieht DGÄPC-Präsident Sven von Saldern zwei Gruppen: „Die junge Frau, die nach der Pubertät feststellt: Es wächst nichts mehr“. Und die Mutter Ende dreißig, die ihre frühere Brust zurück will. Mit 31,7 Jahren sind Patienten, die eine Brustvergrößerung planen, im Schnitt am jüngsten. Ältere Menschen kümmern sich eher um andere Problemzonen: Mit etwa 57 Jahren sorgt man sich um die Entknitterung von Hals, Stirn oder Gesicht. Und überhaupt, das Alter: Menschen, die sich für die Schönheit unters Messer wagen, werden immer älter. Wenn das gefühlte Alter mit dem optischen Erscheinungsbild nicht so recht zusammenpassen will, hilft man eben ein bisschen nach.
Auf den weiteren Plätzen der Top 10: 3. Fettabsaugung, 4. Hals-, Stirn- und Facelift, 5. Bauchdeckenstraffung, 6. Bruststraffung, 7. Lippenkorrektur, 8. Nasenkorrektur, 9. Intimkorrektur, 10. Brustverkleinerung. SHI
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