Absage

Tom Hanks will nicht mehr Dean Reed sein

Hollywood-Star beerdigt seinen Plan, das Leben des „Roten Elvis“ zu verfilmen.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Dean Reed, wie man ihn und seine Auftritte in der DDR liebte. Der „Rote Elvis“ wäre jetzt 80 Jahre alt geworden. 

Dean Reed, wie man ihn und seine Auftritte in der DDR liebte. Der „Rote Elvis“ wäre jetzt 80 Jahre alt geworden. 

© dpa

Er kehrte den USA den Rücken, lebte in der DDR, wo er wie ein Held gefeiert wurde. Das Leben von Dean Reed (1938-1986) bietet guten Stoff für einen Hollywood-Film. Seit Jahren plante US-Star Tom Hanks (62), die Geschichte seines Landsmannes, den er auch im Film spielen wollte, ins Kino zu bringen. Doch nun will Hanks nicht mehr. Die überraschende Absage kam ausgerechnet jetzt, wo Reed am 22. September 80 Jahre alt geworden wäre.

Tom Hanks sagt seinen Film ab.

Tom Hanks sagt seinen Film ab.

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Oscar-Preisträger Hanks („Forrest Gump“) hat sich nun endgültig von dem Plan verabschiedet, einen Film über den „roten Elvis“ und „singenden Cowboy“ in der DDR zu drehen. „Tom ist nicht mehr mit diesem Projekt befasst“, teilte jetzt das US-Management des Stars kurz und knapp der Deutschen Presseagentur mit.

Hanks hatte vor, mit seinem Film Dean Reed in den USA bekannter zu machen. Dort weiß kaum einer, dass der in Denver geborene Sänger und Schauspieler einst hinter dem Eisernen Vorhang ein Star war. 1972 siedelte Reed in die DDR um. Die SED-Oberen ließen ihn als geläuterten Amerikaner feiern, der nun für den Sozialismus kämpfte. Das Publikum feierte Reed als Country-Sänger und als Cowboy-Helden im Kino. 1986 setzte Reed am Zeuthener See seinem Leben ein Ende.

Seit 2001 bemühte sich Hanks, Reeds Leben zu verfilmen. Er reiste oft in den Osten Deutschlands, traf sich mit Reeds Witwe Renate Blume-Reed, sprach mit Ex-DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz. Denn Hanks wollte Reed im Film selber spielen. Warum er nun seine Pläne fallen ließ, verriet er nicht.

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