Tödliche Fehlplanungen

Vorsicht, Radfalle!

KURIER erklärt die sechs gefährlichsten Fehlplanungen an Berliner Kreuzungen

MARCUS BÖTTCHER und THOMAS LEBIE (Fotos)
Lesezeit 3 Min

Tragen auch bauliche Fehler zu Gefahrensituationen bei? „Ja“, sagt Wolf Lützen von den Grünen in Tempelhof-Schöneberg. Er analysierte mit einer Helmkamera die Gefahr des viel befahrenen Innsbrucker Platzes. Dem KURIER zeigte er die erschreckenden Fehlplanungen (die es überall in Berlin gibt), die Menschen das Leben kosten können.

Otto-Braun-Straße: Die Otto-Braun-Straße/Mollstraße ist für Radfahrer eine von Berlins übelsten Ecken. 2013 gab es hier einen Schwer- und acht Leichtverletzte. Schlimmer sind nur noch die Ecken Ostseestraße/Prenzlauer Allee, Müllerstraße/Seestraße und Admiralstraße/Kottbusser Straße.

Otto-Braun-Straße: Die Otto-Braun-Straße/Mollstraße ist für Radfahrer eine von Berlins übelsten Ecken. 2013 gab es hier einen Schwer- und acht Leichtverletzte. Schlimmer sind nur noch die Ecken Ostseestraße/Prenzlauer Allee, Müllerstraße/Seestraße und Admiralstraße/Kottbusser Straße.

© Lizenz

Frankfurter Tor: Das Frankfurter Tor ist unter den „Top Ten“ der Unfallhäufungspunkten mit Personenschäden. Darunter – natürlich – auch Radfahrer. Fünf Schwerverletzte gab es 2013 hier, dazu 19 Leichtverletzte. Das Problem sind zumeist Autofahrer, die Fehler beim Abbiegen machen oder die Vorfahrt missachten. Insgesamt gab es in Berlin 2013 fast 7000 Unfälle mit Radbeteiligung und 4300 Verunglückte.

Frankfurter Tor: Das Frankfurter Tor ist unter den „Top Ten“ der Unfallhäufungspunkten mit Personenschäden. Darunter – natürlich – auch Radfahrer. Fünf Schwerverletzte gab es 2013 hier, dazu 19 Leichtverletzte. Das Problem sind zumeist Autofahrer, die Fehler beim Abbiegen machen oder die Vorfahrt missachten. Insgesamt gab es in Berlin 2013 fast 7000 Unfälle mit Radbeteiligung und 4300 Verunglückte.

© Lizenz

Spur zu eng, Bus sorgt für Gefahr: Wolf Lützen zeigt, wie eng die Fahrradspur auf der viel befahrenen Hauptstraße in Richtung Innsbrucker Platz ist. Ein weiteres Problem: die Bushaltestelle. Steht dort einer der gelben Riesen, müssen Radfahrer auf die Auto-Spur ausweichen.

Spur zu eng, Bus sorgt für Gefahr: Wolf Lützen zeigt, wie eng die Fahrradspur auf der viel befahrenen Hauptstraße in Richtung Innsbrucker Platz ist. Ein weiteres Problem: die Bushaltestelle. Steht dort einer der gelben Riesen, müssen Radfahrer auf die Auto-Spur ausweichen.

© Lizenz

Gedränge - Radstreifen endet auf Autospur: Vom Platz kommend, ist diese Stelle in der Hauptstraße am gefährlichsten. Der Radstreifen endet, Radler werden unvermittelt in die Autospur eingelassen. Lützen: „Hier wird man oft abgedrängt und eingeengt. Ausweichen ist wegen des Bordsteins nicht möglich.“

Gedränge - Radstreifen endet auf Autospur: Vom Platz kommend, ist diese Stelle in der Hauptstraße am gefährlichsten. Der Radstreifen endet, Radler werden unvermittelt in die Autospur eingelassen. Lützen: „Hier wird man oft abgedrängt und eingeengt. Ausweichen ist wegen des Bordsteins nicht möglich.“

© Lizenz

Warn-Ampel wird schnell übersehen: An der Auffahrt zum Stadtring A100 wird diese Warn-Ampel von linksabbiegenden Autofahrern schnell übersehen. Denn: Diese stehen in der Mitte des Platzes, die Ampel ist circa 15 Meter entfernt. Sowohl Radfahrer als auch Fußgänger müssen trotz „Grün“ höllisch aufpassen.

Warn-Ampel wird schnell übersehen: An der Auffahrt zum Stadtring A100 wird diese Warn-Ampel von linksabbiegenden Autofahrern schnell übersehen. Denn: Diese stehen in der Mitte des Platzes, die Ampel ist circa 15 Meter entfernt. Sowohl Radfahrer als auch Fußgänger müssen trotz „Grün“ höllisch aufpassen.

© Lizenz

Verkehrsinsel viel zu weit in die Hauptstraße reingebaut: Auf der Hauptstraße müssen Autos und Radler die Martin-Luther-Straße queren. Eine Radstreifen-Markierung gibt es nur am Anfang der Kreuzung. Nach wenigen Metern wurde eine Verkehrsinsel so ungünstig gebaut, dass diese in den Fahrweg hineinragt und Radler einen Schlenker fahren müssen – in die Autospur hinein.

Verkehrsinsel viel zu weit in die Hauptstraße reingebaut: Auf der Hauptstraße müssen Autos und Radler die Martin-Luther-Straße queren. Eine Radstreifen-Markierung gibt es nur am Anfang der Kreuzung. Nach wenigen Metern wurde eine Verkehrsinsel so ungünstig gebaut, dass diese in den Fahrweg hineinragt und Radler einen Schlenker fahren müssen – in die Autospur hinein.

© Lizenz

Hier fehlt eine Ampel oder ein Stoppschild Von der Autobahn kommend, blockieren Autos auf ihrem Weg auf die Hauptstraße (stadtauswärts) oft den Radweg. Zu sehen ist diese Situation auf dem Foto. Hier fordert Wolf Lützen die Errichtung einer weiteren Ampel oder eines Stoppschildes. „Viele kommen von der A100 und wollen direkt ohne anzuhalten auf die Hauptstraße. Das ist lebensgefährlich.“ Nur wenige Meter weiter mündet der Radweg wieder in die Busspur, es folgt eine gefährliche Haltestelle.

Hier fehlt eine Ampel oder ein Stoppschild Von der Autobahn kommend, blockieren Autos auf ihrem Weg auf die Hauptstraße (stadtauswärts) oft den Radweg. Zu sehen ist diese Situation auf dem Foto. Hier fordert Wolf Lützen die Errichtung einer weiteren Ampel oder eines Stoppschildes. „Viele kommen von der A100 und wollen direkt ohne anzuhalten auf die Hauptstraße. Das ist lebensgefährlich.“ Nur wenige Meter weiter mündet der Radweg wieder in die Busspur, es folgt eine gefährliche Haltestelle.

© Lizenz

Autos müssen beim Abbiegen auf dem Fahrradstreifen warten Ein Unfall-Schwerpunkt: Autos biegen am Innsbrucker Platz nach rechts in die Wexstraße. Dort, wo auf dem Foto des KURIER-Fotografen der Mercedes steht, ist eigentlich ein schmaler Radstreifen. Die Fahrzeuge haben aufgrund der baulichen Situation aber keine andere Chance, als diesen nicht zu benutzen.

Autos müssen beim Abbiegen auf dem Fahrradstreifen warten Ein Unfall-Schwerpunkt: Autos biegen am Innsbrucker Platz nach rechts in die Wexstraße. Dort, wo auf dem Foto des KURIER-Fotografen der Mercedes steht, ist eigentlich ein schmaler Radstreifen. Die Fahrzeuge haben aufgrund der baulichen Situation aber keine andere Chance, als diesen nicht zu benutzen.

© Lizenz

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema