Als eine 23-Jährige die Kreuzung Hauptstraße und Dominicusstraße überquerte, erfasste sie ein Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen. Die junge Frau starb noch am Unfallort. Die genauen Umstände sind immer noch ungeklärt. Die junge Frau ist bereits die 26. Verkehrstote in Berlin in diesem Jahr.
Solche Unfälle verursachen bei vielen Berlinern ein Gefühl der Unsicherheit. Bei einer Forsa-Umfrage gaben zuletzt neun von zehn Radfahrern (84 Prozent) an, sich auf der Straße nicht sicher zu fühlen. Bei Fußgängern waren es 45 Prozent.
In Berlin sterben wenige im Straßenverkehr
Laut dem Berliner Bericht zur Verkehrssicherheitslage verunglückten im Vorjahr 17.415 Verkehrsteilnehmer in der Hauptstadt – 36 davon tödlich. 15.062 erlitten leichte, 2317 schwere Verletzungen. Vor allem Fußgänger sind gefährdet. Zwar sind sie seltener in Unfälle verwickelt als Radfahrer. Dafür kommen sie aber öfter zu Tode. Bei insgesamt 2596 Verkehrsunfällen mit Fußgängern gab es 13 Todesfälle. Missachtung des Verkehrs und plötzliches Hervortreten auf die Straße gibt die Polizei als häufigste Gründe für Unfälle an.
Im bundesweiten Vergleich sterben in Berlin die wenigsten Menschen im Straßenverkehr. Auf eine Million Einwohner kommen zehn Verkehrstote. Damit liegt die Hauptstadt unter dem Bundesdurchschnitt von 38 Toten auf eine Million Einwohner. Angeführt wird die Statistik von Brandenburg und Sachsen. Die Länder kommen auf 59 Verkehrstote pro Mio. Einwohner.
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