Tod schockt die Schwimm-Welt: Mulle war für viele ein Vorbild

Daniela Samulski verliert mit nur 33 Jahren den Kampf gegen den Krebs

BK
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Nach dem Ende ihrer Karriere erhielt Daniela Samulski die Diagnose. Da hatte sie lange schon einen anderen Kampf gewonnen. Einen, der sich nur vordergründig in Erfolgen ausdrückte. Errungen vor allem in Mannschaften: die Goldmedaillen 2006 und 2010 bei den Europameisterschaften jeweils in Freistilstaffeln. Die Silbermedaille bei der WM in Rom über die 50 m Rücken, zu der noch eine über 50 m Schmetterling hinzukam. Teilnahmen an Olympia 2000 in Sydney und 2008 in Peking. Deutsche Rekorde auf Einzelstrecken über 50 und 100 m Rücken haben bis heute Bestand.

Mulle hatte eine schwere Krise überwunden. In die stürzte sie 2003. Damals trainierte sie bei der SG Neukölln. War ehrgeizig, zu ehrgeizig, fand nicht die Balance zwischen Training, Schule und Belastung im Wettkampf. „Entweder ich bin gut geschwommen, oder alles war doof“, sagte sie später einmal. Der Druck ließ sie krank werden. Mulle litt an Magersucht, trat 18 Monate lang nicht mehr zu Wettkämpfen an.

Mulle mit Medaille. Hier zeigt sie ihr Silber bei der EM 2010.

Mulle mit Medaille. Hier zeigt sie ihr Silber bei der EM 2010.

© imago/Laci Perenyi

Eine Psychotherapeutin half ihr beim Neustart. Samulski bekam wieder Lust auf Schwimmen. Wechselte nach Essen zu Trainer Henning Lambertz. Der reagierte geschockt. Wie alle Weggefährten. Britta Steffen, auch sie früher bei der SG Neukölln: „Es gibt keine Worte, die auch nur im entferntesten ausdrücken können, was man nach so einer Nachricht fühlt.“

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