Wer das Himmelsspektakel in voller Länge miterleben will, muss früh wach sein. Denn schon um 4.43 Uhr wird der Mond in den Kernschatten der Erde eintreten. Die totale Finsternis wird dann etwa eine Stunde dauern und erreicht gegen 6.15 Uhr ihren Höhepunkt.
Vielerorts klare Sicht und bitterkalt
Das Wetter spielt vielerorts in unserer Region mit: Vor allem im Süden Brandenburgs erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine sternenklare Nacht. Zum Norden hin zeigt sich der Himmel allerdings teils hochnebelartig bedeckt oder sogar nebelig-trüb. Auch in Berlin trübte am späten Sonntagabend Hochnebel die Sicht in den Himmel - zum Redaktionsschluss war nicht völlig sicher, ob der Blutmond am Montagmorgen in der Hauptstadt zu sehen sein wird oder nicht.
In jedem Fall wird die Nacht mit Tiefstwerten von stellenweise bis zu minus neun Grad bitterkalt - also gut einpacken!
Auch wenn der Blutmond an sich zu sehen sein wird, gibt es für Städter ein weiteres Hindernis, einen freien Blick auf den in rotes Licht getauchten Mond zu erhaschen. Denn dieser wird sich relativ tief am Himmel, also sehr nah am Horizont, befinden. Man sollte sich also auf einer Anhöhe, in einem Hochhaus oder einem freien Feld befinden, wo kein Gebäude, Baum oder ähnliches die Sicht behindert. Auch Lichter trüben die Sicht auf den Blutmond.
Blutmond geht im Südosten auf
Sobald man den perfekten Ort gefunden, den Himmel also gut und ohne leuchtende Störfaktoren im Blick hat, sollte man in Richtung Südosten schauen.
Der Mond wird genau gegenüber des Sonnenuntergangs aufgehen. Das geschieht gleichzeitig.
Fotografieren mit Stativ nicht unbedingt praktikabel
Tipp Nummer zwei: Eigentlich erstaunlich, aber wahr - Blutmond-Fotos werden nicht unbedingt besser, wenn sie mit einem Stativ aufgenommen werden. Denn der Mond ist nicht besonders leuchtstark, gewinnt erst nach und nach an rötlicher Farbe und bewegt sich dann relativ schnell. Es ist daher, so Fotograf Matthias Heinekamp, nicht praktikabel, mit Stativ zu fotografieren, da man dieses ständig neu justieren müsste.
Tipp Nummer drei: Am besten eignet sich eine Kamera, bei der man alle Parameter von Hand einstellen kann, um für eine optimale Belichtung sorgen zu können.
Andere Elemente in Mondbild integrieren
Der vierte Tipp für das perfekte Blutmond-Foto: Da der Anblick des Mondes allein am Himmel für ein eher unspektakuläres Foto sorgen könnte, rät Heinekamp, noch weitere Elemente in das Bild einzubauen - beispielsweise das Brandenburger Tor, die Oberbaumbrücke oder ein anderes Objjekt mit Wiedererkennungswert.
Last but not Least: Tipp Nummer fünf. Da der Mond an jedem Ort zu einer unterschiedlichen Zeit aufgeht, gibt es verschiedene Smartphone-Apps, die Mondposition und -verlauf am persönlichen Standort genau anzeigen.
Für Fotografier-Begeisterte oder Schaulustige könnte der Download einer solchen App eine gute Orientierungshilfe sein. Beispiel: „Mondverlauf“ im App-Store. JSt/Red.
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