Was für ein liebevolles Durcheinander...
Willkommen bei Berlins Möbelrettern!
„Alte Möbel, neuer Glanz“ haben sich Thomas Friedrichson und Gönne Redmann auf die Fahnen geschrieben.
In der Sredzkistraße verhelfen sie alten Stücken zu neuem Glück.
Seit sechs Jahren gibt es die Werkstatt. „Wir arbeiten vor allem für Antiquitätenhändler“, sagt Friedrichson. „Und wir stehen immer vor neuen Herausforderungen.“
Schauen Sie mal, wie Profis restaurieren...
Polierballen für schönen Glanz: Damit ein Möbelstück schön aussieht, dauert es lange. Benötigt werden Spiritus, Benzoe-Harz und Polierballen. Der Spiritus reinigt die Oberfläche. Nach dem Lackieren und Auftragen des Polieröls werden Ölreste mit Benzoe entfernt, damit alles glänzt. Die Polierballen bestehen aus Baumwollwatte und Woll-Läppchen.
© SABINE GUDATH Lizenz
Wo gehobelt wird ...: Zu einer Profi-Tischlerei gehören viele verschiedene Hobel. „Wir haben hier etwa 60 verschiedene, die unterschiedliche Aufgaben haben“, erklärt Friedrichson. Der kleinste kommt aus Sheffield in England, wird gebraucht, um in besonders schmale Ecken zu kommen.
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Schellack-Zusätze: Soll ein Möbelstück lackiert werden, sind die Zusätze des Lackes wichtig. Verwendet werden unter anderem Sandorak und Mastix. „Man muss den Lack richtig einstellen“, so nennen es die Experten. Friedrichson: „Wenn er nicht richtig gemischt ist, entstehen Risse.“
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Knochenleim für festen Halt: Zum Kleben verwenden die Profi-Tischler Knochenleim. „Der Leimtopf ist eine Antiquität, stammt aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Morgens schließen wir ihn an, nach einer Stunde ist der Leim fertig.“ Alte Wertarbeit – nach Jahrzehnten funktioniert der Topf noch tadellos.
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Gewindeschneider: Mit einem Gerät werden im Holz Gewinde unterschiedlicher Größe eingearbeitet. Sie sind empfindlicher als Metallgewinde – „und sollten nicht ständig an- und abgeschraubt werden. Aber wir haben auch Gewinde, die schon 150 Jahre halten.“
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Stahlwolle: Mit der Stahlwolle werden Lackschichten von Möbelstücken entfernt, nachdem die Tischler sie mit einem Mix aus Spiritus und Salmiakgeist angelöst haben. Danach: Putzen mit warmem Wasser.
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Scorp-Eisen: Dieses Werkzeug wird zum Schnitzen benutzt – um aus Holzstücken Mulden herauszuarbeiten. Besonders bei älteren Möbelstücken finden solche Werkzeuge Verwendung. Die Schnitzhilfe gibt es auf dem Tischler-Markt in verschiedenen Ausführungen.
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Stechbeitel und -eisen: Stechbeitel und Stecheisen gehören zu den Standard-Werkzeugen in der Tischlerei. „Sie werden zum Ausarbeiten von Holzverbindungen benutzt“, sagt Friedrichson. Über 40 Stück hängen an den Wänden der Werkstatt – „und jedes wird irgendwann auch gebraucht!“
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Sekretär aus den 1870er-Jahren: Das aktuelle Projekt der Tischler ist dieser Sekretär. „Er stammt aus den Jahren um 1870“, sagt Gönne Redmann (re.). Zwei Wochen Arbeit liegen vor den Experten, bis das gute Stück restauriert ist. „Dazu gehören auch Trockenphasen, denn auf manche Möbelstücke tragen wir bis zu 20 Lackschichten auf.“ Der Preis für die Arbeit: etwa 2.500 Euro.
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www.moebel-werkstatt-redmann.de
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