Thiel glänzt

Unions Aufschwung ist irgendwie Maxi

Mit Maximilian Thiel in der Anfangself ist nicht alles Gold, aber vieles besser.

Steven Jahn
Lesezeit 3 Min
Maxi Thiel (l.) spielte in Aalen das zweite Mal für Union von Beginn an. Das zweite Mal in Folge. Prompt gab es zwei Siege.

Maxi Thiel (l.) spielte in Aalen das zweite Mal für Union von Beginn an. Das zweite Mal in Folge. Prompt gab es zwei Siege.

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Der Moment der Erlösung: Sören Brandy trifft artistisch zum 2:1 in Aalen.

Der Moment der Erlösung: Sören Brandy trifft artistisch zum 2:1 in Aalen.

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Sehr zur Freude von Trainer Norbert Düwel....

Sehr zur Freude von Trainer Norbert Düwel....

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...und der mitgereisten Fans, die sich nicht nur bei Maxi Thiel bedanken.

...und der mitgereisten Fans, die sich nicht nur bei Maxi Thiel bedanken.

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Und mitten drin in diesem Bild glänzt einer wie Maxi Thiel. Die 21-jährige Leihgabe vom 1. FC Köln war jetzt zwei Spiele nacheinander von Beginn an dabei. Seit dem läuft es wieder bei den Eisernen. Zugegeben, das lag nicht nur an Thiel. Aber seine Geschichte spiegelt den rot-weißen Weg wider: zum Anfang nicht richtig in die Spur gekommen, dann gute Ansätze gezeigt, jetzt voll da und trotzdem hungrig weiterzuackern.

So war’s bei Thiel und auch der kompletten Mannschaft. Der Linksfuß erklärt: „Ich war gegen Sandhausen noch nervös. Besonders in der ersten Hälfte. Das hat man auch gesehen. Aber das ist normal, ich habe ja auch lange Zeit nicht gespielt.“
Die Schablone kann man eins zu eins auf den Saisonstart der Unioner legen. Doch mittlerweile sieht das besser aus. Die Brust ist wieder breiter bei allen Köpenickern. Auch, wenn noch Luft nach oben ist. Bei allen. Thiel: „Natürlich klappt noch nicht alles. Es kommen noch nicht alle Pässe und klappen noch nicht alle Laufwege, aber es wird immer besser.“

Die kleinen Rädchen im System von Norbert Düwel greifen immer mehr ineinander. Selbst Rückschläge können die Jungs mittlerweile wegstecken. Der Trainer lobt: „Kompliment an die Mannschaft, die erneut einen Rückstand gedreht und das Ruder herumgerissen hat.“

Und selbst bei der Verletzung von Verteidiger und Arbeitstier Michael Parensen (Leistenprobleme) cool blieb. Völlig selbstverständlich rückte Thiel aus dem linken Mittelfeld nach hinten. Eigentlich so gar nicht seine Position. „Ich bin normalerweise ein Offensivspieler. Es war eine Umstellung. Man muss aber flexibel sein“, erklärt Thiel: „Am Ende haben wir kein Tor mehr kassiert, hinten gut gestanden und gewonnen. Das ist das Wichtigste.“

Genau. Auf einmal ist die Stimmung wieder umgeschlagen. Von ängstlich und verbittert in erleichtert, hoffnungsvoll und glücklich. Vereinzelte Meckerköpfe gibt es immer noch. Aber die sind schon deutlich weniger geworden. Was so zwei Siege manchmal bewirken können ...

... das zeigt uns wieder Thiel. Der schon mutig auf Freitag schaut: „Es ist angerichtet. Wir haben aus zwei Spielen sechs Punkte geholt. Und warum nicht auch ein Dreier gegen Fürth?“

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