Der Streit zwischen CSU und CDU ist auf der Ebene der Lächerlichkeit angekommen. Er besteht im Grunde nur noch daraus, dass Angela Merkel zur Flüchtlingskrise und zur Terrorgefahr sagt „Wir schaffen das“ und dass Horst Seehofer erklärt, er könne sich dies „beim besten Willen nicht zu eigen machen“.
Ansonsten unterscheiden sich die Anti-Terror-Vorschläge von CSU und CDU nur marginal. Und Seehofer räumt inzwischen selbst ein, dass angesichts der Entwicklung der Flüchtlingszahlen seine Forderung nach einer Obergrenze nicht aktuell ist.
Alles andere sind Theaterdonner und Rechthaberei, die daraus gespeist werden, dass die CSU permanent zwischen Selbstüberschätzung und Minderwertigkeitskomplexen schwankt. Immer wieder versucht sie, ihre geringe bundespolitische Wirkung durch markige Worte zu kompensieren. Die CSU will einerseits Schwesterpartei sein, andererseits wie ein eigenständiger Koalitionspartner auftreten und behandelt werden. So ist auch die Ankündigung eines eigenen Wahlprogramms für 2017 zu erklären und ihre Weigerung, sich heute auf Merkel als Kanzlerkandidatin festzulegen.
Die CSU hat schon bei früheren Bundestagswahlen eigene Programme aufgestellt und ihre jeweiligen Chefs zu Spitzenkandidaten ausgerufen. Nach den Wahlen spielte dies keine Rolle mehr.
Horst Seehofer (CSU) und Angela Merkel (CDU)
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So wird es mit der CSU auch 2017 wieder kommen: Theaterdonner vor der Wahl, dann in ihrer Rolle als Schwesterpartei eine gemeinsame Regierung unter Angela Merkel. Und in ihrer Rolle als Koalitionspartner setzt die CSU möglicherweise auch 2017 irgendeinen Unsinn durch – wie 2009 das Betreuungsgeld und 2013 die Maut. Beides ist gescheitert – so wie bisher auch alle Aufstände der CSU.
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