Das Gebäude im Herzen des Lichtenberger Ortsteils soll wieder zu einem belebten, öffentlichen Ort werden – darum kümmert sich die Stiftung Stadtkultur. „Mit dem 70-Jährigen Jubiläum des Hauses, das 1949 eröffnet wurde, wollen wir das Theater nun wieder etwas mehr in den Fokus rücken und es aus dem Dornröschenschlaf holen“, sagt Michael Wagner vom Vorstand der Stiftung.
Derzeit laufen Gespräche, in denen dem Haus ein neues Leitbild verpasst werden soll – denn ein Spielbetrieb im Sinne eines Ensembletheaters kann hier nicht mehr stattfinden. „Nach der Schließung des Theaters wurden die Räumlichkeiten, die eigentlich für Maske, Requisite und Garderobe genutzt wurden, der Musikschule übergeben“, sagt Wagner.
Theater in Karlshorst: Das Foyer der „Russenoper“ muss saniert werden.
© Stiftung Stadtkultur/Daniel Hölzl, Stiftung Stadtkultur/Harry Schnitger, Florian Thalmann
Man müsse die Raumnutzung des Theaters völlig neu denken.
Theater in Berlin: „Russenoper“ muss zuerst saniert werden
Kuratorin Francesca Ferguson, zuständig für die künstlerische Leitung, möchte daraus ein multifunktionales Kulturzentrum machen, geeignet für raumübergreifende Kunst- und Musikinszenierungen. Den Auftakt bildet der Tag des offenen Denkmals am 8. September: Hier wird im 30 Meter hohen Bühnenturm – dort, wo eigentlich die Kulissen hängen – ein Musikprogramm geboten.
Auf dem Vorplatz können sich die Karlshorster derweil auf einem Tanzboden austoben. Weitere Veranstaltungen in der benachbarten Theatergasse sind geplant, darunter ein großes Schachturnier am 7. September und der bereits zweite Karlshorster Weinsommer am 5. Oktober.
Im Saal des Theaters finden 600 Gäste Platz.
© Stiftung Stadtkultur/Daniel Hölzl, Stiftung Stadtkultur/Harry Schnitger, Florian Thalmann
Bevor das Theater wieder vollends genutzt werden kann, muss es aber saniert werden: Momentan gibt es im Gebäude weder Wasser, noch Licht, noch Heizung. Wenn das Konzept steht, könnten die Arbeiten 2022 oder 2023 beginnen, damit sich bis spätestens 2027 wieder der Vorhang hebt.
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