Berkeley - Es klingt, wie aus einem Science-Fiction-Film: Ärzte durchleuchten das Hirn eines Menschen und sagen dann, was der perfekte Job für ihn ist... Neurowissenschaftler sind überzeugt, dass sie dies in Zukunft können.Eine Gruppe von Forschern der Universität von Kalifornien hat die Gehirne von mehr als 6000 Probanden gescannt und die Ergebnisse mit den Resultaten von acht kognitiven Tests verglichen, um mögliche Verbindungen zwischen dem Aufbau des Gehirns und der Begabung der Teilnehmer zu finden. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass auf einer "Karte" des Gehirns bestimmten Bereichen bestimmte Arbeitsweisen und Funktionen zugeordnet werden können. So kann festgestellt werden, wie mechanisch begabt ein Mensch ist, oder ob er verborgene "Supertalente" besitzt.Menge und Lage der sogenannten grauen und weißen Substanz im Gehirn geben Aufschluss darüber, wie gut der Proband in Arithmetik ist, wie hoch das Lernvermögen ist, und wie schnell Zahlen und Fakten erinnert werden können.Studienleiter Prof. Richard Haier: "Das Muster der kognitiven Stärken und Schwächen einer Person hängt von der Struktur des Gehirns ab. Scans können dabei einzigartige Informationen liefern, die bei der Berufswahl von Bedeutung sein könnten." Haier bezweifelt jedoch, dass dieses Verfahren gesellschaftlich akzeptiert werden würde.
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