Terror von rechts

Nazi-Anschlag auf Presse-Fotograf

Das Engagement gegen rechts brachte Manuel Förster (Name geändert) ins Fadenkreuz von Neonazis. Sein Konterfei landete auf einem Steckbrief, nun wurde bereits zum zweiten Mal sein Wagen angezündet.

MARCUS BÖTTCHER
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Auf diesem „Steckbrief“ steht auch Manuel Förster.

Auf diesem „Steckbrief“ steht auch Manuel Förster.

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Die Jagd auf den 25-Jährigen begann im April, in Adlershof. „Mein Opel Astra stand lichterloh in Flammen. Totalschaden. Schon damals vermutete ich ein politisches Motiv.“ Denn an Zufälle glaubt Förster nicht. In der gleichen Nacht wurde im benachbarten Rudow der Wagen eines Mitarbeiters der Initiative „Hufeisern gegen rechts“ angezündet.

Förster konnte sich denken, wer die Täter sind. Oft fotografiert er Neonazi-Aufmärsche in Berlin, arbeitet dabei für verschiedene Medien. Fotos von ihm, sein Name und seine Adresse finden sich immer wieder auf Nazi-Hetzportalen im Internet. Im November tauchte sein Gesicht auf einem „Steckbrief“ auf. Darauf: 18 Fotos und Namen von Fotografen (KURIER berichtete), die Überschrift lautete „Achtung Antifa-Fotografen“.

Kurz nach Weihnachten nun ein weiterer Anschlag. Vor seinem Wohnhaus stand Försters Ford Mondeo in Flammen, Unbekannte hatten eine Flüssigkeit über den Vorderreifen gekippt und angezündet. „Ein Mordversuch. Neben dem Auto stand brennbares Baumaterial. Das hätte böse enden können.“ Wie beim ersten Anschlag brannte auch dieses Mal ein zweiter Wagen, wieder nur einige Minuten entfernt. Am VW des stellvertretenden Fraktionschef der Neuköllner SPD, Peter Scharmberg, entstand ein hoher Schaden. Auch der Politiker setzt sich gegen rechts ein. Der Staatsschutz ermittelt.

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