Terror in Paris

Das Leid der Berliner Franzosen

Im KURIER sprechen sie über Schock, Trauer und das Mitgefühl für ihre Heimat ...

MARCUS BÖTTCHER und VOLKMAR OTTO (Fotos)
Lesezeit 3 Min

Man ist sensibel geworden. Wie im Einkaufszentrum Galeries Lafayette. Dort gab es erst eine Schweigeminute, später musste das Gebäude in der Friedrichstraße geräumt werden – Fehlalarm.

Unterdessen stehen vor allem Zeitungsredaktionen unter besonderem Schutz. Auch vor den Räumen des KURIER wurde der Wachschutz erhöht, Polizeiwagen postierten sich.

Innensenator Frank Henkel (CDU) ordnete Trauerbeflaggung an, am Sonntag (15 Uhr) gibt es eine Demo auf dem Pariser Platz.

Nachvollziehbare Reaktionen.

Wie aber geht es den in Berlin lebenden Franzosen? Der KURIER hörte sich um.

„Ich stand unter Schock als ich die Nachricht hörte“: Gastronom Christoph Krapf („Chez Maurice“) stand „unter Schock“, als er die Nachricht von Gästen hörte. Seit 1987 lebt der Mann aus dem Burgund in Berlin. Die Terror-Angst ist immer dabei. „Ich habe im Advent sogar überlegt, nicht auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.“ Der 48-Jährige will, jetzt erst recht, sein Leben genießen.

„Ich stand unter Schock als ich die Nachricht hörte“: Gastronom Christoph Krapf („Chez Maurice“) stand „unter Schock“, als er die Nachricht von Gästen hörte. Seit 1987 lebt der Mann aus dem Burgund in Berlin. Die Terror-Angst ist immer dabei. „Ich habe im Advent sogar überlegt, nicht auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.“ Der 48-Jährige will, jetzt erst recht, sein Leben genießen.

© Volkmar Otto Lizenz

„Wir haben mit unseren Angestellten geweint“: Anne Choukair und Marc Ortola führen das „MarcAnn“ in der Invalidenstraße. Sie ist in Paris geboren. „In unserem Wohnzimmer hängt eine große Karikatur von Charlie Hebdo, wir haben Verwandtschaft in Paris. Wir bedanken uns beim KURIER für die fantastische Schlagzeile, haben mit unseren Angestellten um die Opfer geweint.“

„Wir haben mit unseren Angestellten geweint“: Anne Choukair und Marc Ortola führen das „MarcAnn“ in der Invalidenstraße. Sie ist in Paris geboren. „In unserem Wohnzimmer hängt eine große Karikatur von Charlie Hebdo, wir haben Verwandtschaft in Paris. Wir bedanken uns beim KURIER für die fantastische Schlagzeile, haben mit unseren Angestellten um die Opfer geweint.“

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„Hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren kann“: Im Autoradio erfuhr es Xavier Noel. Der 30-jährige Pariser (seit acht Monaten in Berlin) nahm sofort Kontakt mit Freunden auf. „Ich bin tief getroffen. Die Zeitschrift war provokant, ohne Frage, aber dass so etwas in meiner Heimat möglich ist, hätte ich nie gedacht.“

„Hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren kann“: Im Autoradio erfuhr es Xavier Noel. Der 30-jährige Pariser (seit acht Monaten in Berlin) nahm sofort Kontakt mit Freunden auf. „Ich bin tief getroffen. Die Zeitschrift war provokant, ohne Frage, aber dass so etwas in meiner Heimat möglich ist, hätte ich nie gedacht.“

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„Charlie Hebdo“ ist immer im Gepäck und im Herzen dabei: Geht Bastien Le Cozannet (38) auf Reisen, hat er immer eine Ausgabe von „Charlie Hebdo“ im Gepäck. Der Gastronom aus Quimper (Bretagne) hat sich eines versprochen: „Ich will im Licht leben nicht in der Dunkelheit“. Vor seinem Restaurant platzierte er ein großes Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“.

„Charlie Hebdo“ ist immer im Gepäck und im Herzen dabei: Geht Bastien Le Cozannet (38) auf Reisen, hat er immer eine Ausgabe von „Charlie Hebdo“ im Gepäck. Der Gastronom aus Quimper (Bretagne) hat sich eines versprochen: „Ich will im Licht leben nicht in der Dunkelheit“. Vor seinem Restaurant platzierte er ein großes Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“.

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„Meine Familie befindet sich im Schockzustand“: Der Vater von Cassandre Dupuis (20) arbeitet an der französischen Botschaft in Berlin. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, dort Blumen niederzulegen und der Opfer zu gedenken. „Meine Familie ist von den Vorkommnissen tief bewegt, im Schockzustand.“

„Meine Familie befindet sich im Schockzustand“: Der Vater von Cassandre Dupuis (20) arbeitet an der französischen Botschaft in Berlin. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, dort Blumen niederzulegen und der Opfer zu gedenken. „Meine Familie ist von den Vorkommnissen tief bewegt, im Schockzustand.“

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„Ich weinte mit Freunden aus Paris“: Die Prinzipien der freien Welt wurden angegriffen, so Margherita Giubelli Bortolami. „Und das macht mich fassungslos. Ich bin tief betroffen.“ Die 24-Jährige aus Paris erfuhr zu Hause von dem Terrorakt. Ich habe sofort Kontakt mit meinen Freunden aufgenommen. Einige weinten. Das hat mich tief ergriffen, wird auch noch anhalten.“

„Ich weinte mit Freunden aus Paris“: Die Prinzipien der freien Welt wurden angegriffen, so Margherita Giubelli Bortolami. „Und das macht mich fassungslos. Ich bin tief betroffen.“ Die 24-Jährige aus Paris erfuhr zu Hause von dem Terrorakt. Ich habe sofort Kontakt mit meinen Freunden aufgenommen. Einige weinten. Das hat mich tief ergriffen, wird auch noch anhalten.“

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„Auf meiner Seele liegt eine tiefe Traurigkeit“: „Tief getroffen“. So beschreibt Schriftsteller Franck Loric (43) seinen Gemütszustand. Er ist in Paris geboren, dort aufgewachsen, studierte in der französischen Hauptstadt. Vom Massaker erfuhr er über sein iPad im Waschsalon. „Eine unglaubliche Traurigkeit hat sich über meine Seele gelegt. Mittlerweile auch Wut.“

„Auf meiner Seele liegt eine tiefe Traurigkeit“: „Tief getroffen“. So beschreibt Schriftsteller Franck Loric (43) seinen Gemütszustand. Er ist in Paris geboren, dort aufgewachsen, studierte in der französischen Hauptstadt. Vom Massaker erfuhr er über sein iPad im Waschsalon. „Eine unglaubliche Traurigkeit hat sich über meine Seele gelegt. Mittlerweile auch Wut.“

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„Vor Kurzem noch lief ich an Charlie vorbei“: Erst vor wenigen Monaten kam Sarah (26) aus Paris nach Berlin. Zwei Jahre hat sie in der Nähe der „Charlie Hebdo“-Redaktion gewohnt. „Ein absolut beklemmendes Gefühl zu wissen, dort vor Kurzem noch vorbeigelaufen zu sein, wo nun Leute starben.“ Sie hofft jetzt auf die Stärke der europäischen Gesellschaft.

„Vor Kurzem noch lief ich an Charlie vorbei“: Erst vor wenigen Monaten kam Sarah (26) aus Paris nach Berlin. Zwei Jahre hat sie in der Nähe der „Charlie Hebdo“-Redaktion gewohnt. „Ein absolut beklemmendes Gefühl zu wissen, dort vor Kurzem noch vorbeigelaufen zu sein, wo nun Leute starben.“ Sie hofft jetzt auf die Stärke der europäischen Gesellschaft.

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