Terror-Anschlag in Manchester

Auch keine britischen Farben am Brandenburger Tor

Begründung: Englische Metropole nicht Berlins Partnerstadt

Klara Niederbacher
Lesezeit 2 Min
Aus Solidarität erstrahlte das Brandenburger Tor in der Vergangenheit bereits des öfteren in den Farben einer Berliner Partnerstadt.

Aus Solidarität erstrahlte das Brandenburger Tor in der Vergangenheit bereits des öfteren in den Farben einer Berliner Partnerstadt.

© dpa

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, soll das Brandenburger Tor nach dem Terroranschlag auf die Manchester Arena nicht in den britischen Nationalfarben erstrahlen. Manchester sei keine Partnerstadt oder ein Ort mit besonderem Bezug zu Berlin, heiße es aus der Senatskanzlei.

Mit derselben Begründung wurde bereits im April darauf verzichtet, das Brandenburger Tor in den russischen Farben anzuleuchten, als dort bei einem Bombenanschlag in St. Petersburg mindestens elf Menschen ums Leben kamen.

Am Montagabend gab es kurz nach einem Konzert der US-amerikanischen Sängerin Ariana Grande eine Explosion im Foyer der Konzerthalle der Manchester Arena. Dabei wurden mindestens 22 Menschen getötet und etwa 60 weitere verletzt. Unter den Toten befinden sich auch Kinder.

Nationalfarben als Zeichen der Anteilnahme

Nach Anschlägen wie etwa in Paris, Brüssel, London, Istanbul und Jerusalem war das Berliner Wahrzeichen in Solidarität mit den Betroffenen in den Nationalfarben der jeweiligen Länder angestrahlt worden.

Nach dem Massaker eines islamistischen Attentäters in einem Schwulen-Club in Orlando in Florida mit rund 50 Toten im vergangenen Sommer war das Brandenburger Tor in die Regenbogenfarben der Schwulenbewegung getaucht. Nach dem Anschlag in Nizza, bei dem auch eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin ums Leben kamen, wurde die französische Botschaft in der Nähe des Brandenburger Tores in den Farben der Trikolore angestrahlt. kln mit dpa

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