Tausende Polizisten prügeln die Gegner des Regimes nieder

Algerien Sie kämpfen und leiden noch

BK
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Algier - Während Ägypten aufräumt, eskalieren in Algerien die Proteste. Es scheint, als gehe das "Erfolgsmodell" Revolution in der arabischen Welt auf Reisen. Doch das autoritäre Regime wehrt sich mit aller Macht.Die Angst geht um, im Regierungsviertel der Hauptstadt Algier. Präsident Abdelaziz Bouteflika mobilisierte mehr als30 000 Polizisten, flankiert von gepanzerten Fahrzeugen und Wasserwerfern, um 2000 oppositionelle Demonstranten in Schach zu halten. Einige hundert schafften es dennoch auf den Platz des 1. Mai, forderten dort friedlich den Rücktritt des autoritären Präsidenten und den demokratischen Wandel des Landes: "Freies Algerien" und "Weg mit dem Regime" riefen sie.Bereits am Morgen hatte das Regime die Hauptstadt komplett abriegeln lassen. Nur regimefreundliche Gegen-Demonstranten konnten sich noch bewegen. Die skandierten Parolen wie zum Beispiel: "Bouteflika ist nicht Mubarak."Rückblick: Die Menschen in Algerien waren die ersten, die Anfang des Jahres mit ihrer Hungerrevolte den nordafrikanischen Revolutionsreigen auslösten, der später die Regime in Tunesien und Ägypten hinwegfegte.Auch im Jemen am Südende der Arabischen Halbinsel brennt es lichterloh: Bei heftigen Zusammenstößen zwischen den Anhängern und den Gegnern des Präsidenten Ali Abdullah Salih wurden gestern mindestens zwei Menschen verletzt. Rund 2000 Regierungsgegner hatten den Rücktritt des Präsidenten gefordert. Als sie dann versuchten, auf den Tahrir-Platz im Zentrum von Sanaa zu gelangen, wurden sie von Hunderten Regimeanhängern mit Knüppeln und Messern attackiert und vertrieben.Das Feuer der Revolution ist in Nordafrika gelegt. Ob es von prügelnden Polizisten weggespült werden kann, darf bezweifelt werden.------------------------------

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