Tauf-Party

Die süßen Panda-Zwillinge heißen Meng Yuan und Meng Xiang

Erfüllter Traum und Ersehnter Traum erhielten am Montag ihre klangvollen Namen.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 3 Min
Die Panda-Zwillinge bei der Präsentation ihrer Namen am Montag im Berliner Zoo.

Die Panda-Zwillinge bei der Präsentation ihrer Namen am Montag im Berliner Zoo.

© AFP

Die Namens-Zeremonie findet zur Stunde auf der Panda-Plaza statt. Zu diesem Anlass wurden die beiden Jungtiere auch erstmalig aus ihrer „Kinderstube“ gelassen und in ihrem Bett für etwa zehn Minuten im Innenraum der Anlage für Pressefotos und TV-Aufnahmen gezeigt. Zoo-Besucher können noch nicht dabei sein. Für sie sind die Panda-Jungen voraussichtlich ab Anfang des nächsten Jahres zu sehen, wenn sie laufen können.

Der Zoo kündigte bereits im Vorfeld an, dass es bei den Chinesen eine Tradition ist, Panda-Babys erst einen Namen zu geben, wenn sie schon 100 Tage alt sind. Das war bei den Zwillingen von Meng Meng und Jiao Qing, die am 31. August zur Welt kamen, am 8. Dezember der Fall.

Auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller kommt zur Panda-Namensfeier

Bei der Panda-Taufe begrüßte Zoo-Direktor Andreas Knieriem den chinesischen Botschafter Wu Ken begrüßen. Auch der Vize-Chef der chinesischen Panda-Aufzuchtstation, Jingchao Lan, wurde eingeladen. In seiner Station kamen Meng Meng und Jiao Qing zur Welt, die seit Sommer 2017 im Berliner Zoo sind.

Die Zwillinge in den Armen ihrer Pfleger. flankiert vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller, Zoo-Chef Andreas Knieriem und dem chinesischen Botschafter in Deutschland Wu Ken (v. r. n. l.)

Die Zwillinge in den Armen ihrer Pfleger. flankiert vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller, Zoo-Chef Andreas Knieriem und dem chinesischen Botschafter in Deutschland Wu Ken (v. r. n. l.)

© Koch-Klaucke

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist zu der kleinen Namensfeier ebenfalls gekommen. „Mit großer Freude haben die tier- und zoobegeisterten Berliner bisher schon die Entwicklung unserer beiden Berliner Pandas verfolgt“, sagte er vorab. „Sie sind ein wunderbares Geschenk für unsere Stadt und im 175. Jubiläumsjahr besonders für den Zoo Berlin.“ Er freue sich, beim nächsten Schritt auf dem Lebensweg der beiden Bären dabei sein zu können. „Ich bin auf die Namen sehr gespannt.“

Die Panda-Zwillinge sind Jungs. Nach ihrer Geburt war lange nicht klar, ob die beiden Bärchen, die mittlerweile etwa sechs Kilogramm schwer sind, männlich oder weiblich sind. Selbst für die beteiligten Experten aus China war es schwierig, den kleinen Unterschied zu erkennen. Denn die Hoden eines Panda-Männchens liegen anfangs noch innen.

Panda-Taufe erfordert diplomatisches Geschick

Erst vor wenigen Wochen wurde das Geschlecht der Tiere sicher festgestellt. Die Bekanntgabe sollte zeitgleich mit der Namensgebung stattfinden, hatte der Zoo im Vorfeld mitgeteilt.

Die Namen für die Zwillinge haben offenbar die Chinesen gemeinsam mit dem Zoo ausgesucht. Das hat einen Grund. Denn eine Panda-Taufe ist eine recht diplomatische Angelegenheit. Die Chinesen haben da ebenfalls noch ein Wörtchen mitzureden. Denn nicht nur die Berliner Pandas Meng Meng und Jiao Qing, auch ihr Nachwuchs ist Staatseigentum von China. Eine Leihgabe der Volksrepublik, für die der Zoo eine Leihgebühr in Millionenhöhe zahlt, die in den Artenschutz fließt.

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