Friedrichshain Fotos verändern Leben. Wie das von Jessica Möller aus Friedrichshain. Über ein Bild, das ein Freund aus Spaß knipste, erschrak sie so sehr, dass sie sich radikal änderte. Der Plan: Weg das Doppelkinn, tschüss Schwabbelbauch. Hat funktioniert. Heute ist Jessica ein gut gebuchtes Model.
Der Terminkalender der 32-Jährigen ist voll. Interviews sind dort notiert, dazu Foto-Shootings für renommierte Magazine, TV-Auftritte wie zuletzt in der Sendung „Shopping Queen“. „Im Moment kann ich mich nicht beklagen“, lacht Jessica, Künstlername „Jess Daniels“.
„Nebenbei“ ist sie das Gesicht der Tattoo-Messen in Dresden und Leipzig, räumte 2014 einen Magazin-Preis ab. Klar ist: Jessica steht im Rampenlicht – die Schatten im Leben sind jedoch noch nicht verheilt. Mehr als 70 Kilogramm wog die Frau mit der orangen Lockenmähne noch vor drei Jahren. Bei 1,66 Meter Körpergröße. Mit Ende 20 trug sie Kleidergröße 42. Kein dramatisches Übergewicht. Aber ihre Fülle nervte. „Ich habe mich nur selten fotografieren lassen.“ Bis zu jenem verhängnisvollen Tag, als ihr Kumpel auf den Auslöser drückte. „Es musste etwas passieren.“
Und es passierte. Heute bringt Jessica nur noch 52 Kilogramm auf die Waage. „Zunächst habe ich mit einem Spezialisten einen Fitness- und Ernährungsplan aufgestellt. In meinen Lebensmitteln war viel zu viel Zucker.“ Statt auf das Zählen von Kalorien konzentrierte sich Jessica auf das Zusammenrechnen von Fett. Jedes Nahrungsmittel wurde genau unter die Lupe genommen. „So habe ich im ersten Jahr 20 Kilogramm abgenommen.“
Auch heute muss das Model strikt auf ihre Ernährung achten. Mittlerweile ist sie Veganerin. Weil das ständige Hungern nervte. „Jetzt kann ich den ganzen Tag essen und halte trotzdem meine Figur.“ Ab und zu gönnt sie sich Käse oder Fisch.
Ihre Figur hat Jess Daniels im Griff, doch der Kopf macht Jessica noch Probleme. „Die Angst, wieder Übergewicht zu haben, ist immer da.“ Wenn sie Fotos von sich in Zeitschriften sieht, kann sie noch immer nicht glauben, dass sie diejenige ist, die dort abgelichtet ist. Ehrlich gibt sie zu: „Manchmal, wenn ich morgens aufstehe, bin ich deprimiert.“ Deshalb gibt es zwei Sachen, eher Kleinigkeiten, die sie gern an sich ändern würde. Operativ. Die Schlupflider entfernen und die Nase begradigen.
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