Tatort: Mord in einer grausamen Job-Welt

Martin Geiger
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Consult" nennen sie sich im neudeutschen Business-Sprech, "Berater" haben wir sie früher genannt. Aber egal, welcher Titel verwendet wird, dem Mann in einem Kölner Druck- und Verlagshaus ist es egal, der ist nämlich mausetot - gefallen oder gefallen worden von einer Galerie in das hübsch designte Foyer. Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär) eilen an den Tatort (heute, ARD, 20.15 Uhr) und finden sich in einer knallharten Wirtschaftswelt wieder, wo arbeitende Menschen "Betriebsmittel" sind, wo das Führungspersonal nur noch Synergie und Fusionen im Kopp haben. Fast wie im richtigen Leben. Der Tote gehörte zu einer Berater-Kostenreduzierungs-Truppe, und die gesamte Belegschaft hat Grund, den eiskalten Typen aus dem Weg zu schaffen. Alle haben Angst um ihren Job.Auch das Bullen-Duo mit seiner tapferen Assistentin Franziska (Tessa Mittelstaedt) scheint mit dem Job überfordert und agiert ungewohnt porös, was aber wunderbar zur Handlung passt.Mit dem Tatort "Unter Druck" ist es den Machern hervorragend gelungen, ein gesellschaftlich relevantes Thema krimi-kompatibel in Szene zu setzen. Oft genug ist das leider schon in die Hose gegangen. Diesmal kann getrost empfohlen werden, den Tatort unbedingt anzuschauen.

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