Kreuzberg - Hitze in der Stadt. Lange Warteschlangen vor dem Prinzenbad. Ungeduldig schubsen und drängeln ein paar Kinder. An Wochenenden springen hier 8000 Berliner ins Wasser, ähnlich sieht eng geht es im Columbiabad zu. Das musste am Wochenende nach Rangeleien sogar von der Polizei geräumt werden.Prinzenbad, hinter der Kasse muss man nochmal warten: Taschen-Kontrolle. Folge der vielen Zwischenfälle in den Multikulti-Bädern von Neukölln, Pankow und Kreuzberg. Die Bäderbetriebe wollen Prügeleien und Diebstähle mithilfe von neu angestellten Sicherheitskräften in Zukunft verhindern. Im Columbiabad etwa sind die Sicherheitskräfte von acht auf zwölf aufgestockt werden.Spitze Gegenstände dürfen nicht mit ins Bad. Auch keine Leder-Bälle. "Zu oft haben ältere Jugendliche Kinder mit dem Ball abgeschossen", erklärt einer der Sicherheitsmänner.Wenn das Thermometer über 30 Grad klettert, ist im Prinzenbad jeder Schattenplatz belegt. Auch die Plätze auf dem Betonboden neben Beckenrand. Hier liegt Handtuch neben Handtuch - dazwischen toben Kinder.Am Dienstag öffnete das Prinzenbad erst um 14 Uhr. Keine optimale Wasserqualität, wohl dadurch, dass Badegäste vorm Baden nicht ausreichend geduscht haben. Im Bademeister-Team des Prinzenbads herrscht Alarm-Bereitschaft: "Das Bad ist sehr voll, jetzt ist höchste Konzentration gefragt. Außerdem ist jeder bei diesen Temperaturen schnell gereizt", sagt Manuel Skora (40).Sechs Bademeister laufen den Beckenrand ab, überwachen besonders das Nichtschwimmerbecken. Unterstützt vom verstärkten Sicherheitspersonal. Und das kommt bei den Eltern der kleinen Badegäste an. "Jetzt fühle ich mich sicherer", sagt Funda (27).------------------------------BU: Bei gutem Wetter gibt es für Greta (8) und Vera (6) nur eins: baden. Mama Natalia(45) sagt: "Schöne Becken, doch es ist sehr voll und leider gibt es im Wasser immer wieder Rüpel."
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