Tag der offenen Baustelle

Stabi-Sanierung zieht sich bis Ende 2018

Die Staatsbibliothek Unter den Linden zeigt, was bei der Sanierung kompliziert ist.

BK
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Eine der Dauer-Baustellen in Berlin: Die Stabi Unter den Linden.

Eine der Dauer-Baustellen in Berlin: Die Stabi Unter den Linden.

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Die Kosten der Sanierung sind inzwischen von 326 Millionen Euro (2004) auf 470 Millionen Euro gestiegen.

Die Kosten der Sanierung sind inzwischen von 326 Millionen Euro (2004) auf 470 Millionen Euro gestiegen.

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Nach derzeitigem Plan soll das denkmalgeschützte Gebäude nun Ende 2018 fertig sein - sechs Jahre später als geplant. Die Kosten sind inzwischen von 326 Millionen Euro (2004) auf 470 Millionen Euro gestiegen, wie das verantwortliche Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im April mitgeteilt hatte.

Größte wissenschaftliche Bibliothek Deutschlands

Die Berliner „Stabi“ ist mit mehr als elf Millionen Büchern Deutschlands größte wissenschaftliche Bibliothek. Bei der Sanierung des 1914 eingeweihten Gebäudes hatte es von Anfang an immer wieder Schwierigkeiten und Verzögerungen gegeben. So konnte der erste Bauabschnitt mit den neuen Lesesälen erst 2013 mit fünfjähriger Verspätung eröffnen.

Mittlerweile sind den Angaben zufolge 80 Prozent des Gebäudes im historischen Zentrum Berlins saniert. Es misst gut 100 mal 170 Meter und ist 13 Etagen hoch. Bisher seien 405 Hochbaufirmen, 181 Fachtechnikfirmen und 115 Planungsbüros und Gutachter beteiligt, hieß es.

Stabi bei laufendem Betrieb umgebaut

Die große Herausforderung des Projekts ist den Verantwortlichen zufolge, dass bei laufendem Betrieb gebaut wurde. „Keine noch so sorgfältige Voruntersuchung kann mit letzter Sicherheit den genauen, tatsächlich erforderlichen Umfang der Baumaßnahmen vorhersehen“, so das Bundesamt.

Die Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden lädt am Samstag (10.6.) zu einem Tag der offenen Baustelle. 

Die Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden lädt am Samstag (10.6.) zu einem Tag der offenen Baustelle. 

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So sei zum Beispiel entdeckt worden, dass vermeintlich massive historische Wände aus der Gründerzeit in Wirklichkeit große Hohlräume bargen. Die Klinkerfassenden in den Höfen wären weitaus sanierungsbedürftiger gewesen als gedacht. Und auch die Klimatisierung und technische Ausstattung war kompliziert. So gibt es etwa eine 1,5 Kilometer lange Buchtransportanlage, die durch 17 Aufzüge alle Geschosse miteinander verbindet.

Beim Tag der offenen Baustelle (13.00 bis 18.30 Uhr) sollen die Besucher das Haus in vier Touren erkunden können - entweder auf eigene Faust durch die Veranstaltungssäle oder geführt durch die Magazine, die neuen Lesesäle und zu den aktuellen Brennpunkten der Baustelle. Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf und Bundesbauamts-Präsidentin Petra Wesseler wollen mit vor Ort sein. (dpa)

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