In der Zwischenzeit wurde das Ausmaß der Tumulte bekannt. Montagvormittag in Köpenick. Der Schnee rieselt leise auf die Trainingsplätze des Zweitligisten. Die Profis haben von Trainer Uwe Neuhaus einen Tag frei bekommen. Es ist ruhig an der Alten Försterei. Nur in der Geschäftsstelle geht es richtig heiß her.
Heller als 1000 Sonnen – mit kontrolliertem Abbrennen hatten die Szenen in Stockholm nix zu tun ...
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Die Polizei versuchte, die Chaoten zu stoppen.
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Am Ende musste die Partie aber abgebrochen werden.
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Alles nur, weil ein Banner des BFC Dynamo gezeigt wurde?
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Erst zeigten Schweden-Fans das BFC-Banner, dann stürmten Union-Fans den Rasen (r.) und die Stockholmer warfen Pyros.
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Union-Boss Dirk Zingler (3. v. l.) kann die Randale nicht fassen, seine Spieler stehen mit Pressechef Christian Arbeit (M.) ratlos auf dem Rasen.
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Das Präsidium tagt, wie jede Woche. Aber dieses Mal geht es auch um die Ausschreitungen in Stockholm. Und bei allen in der Runde dabei: Die Enttäuschung über das Erlebte. Über Teile des eigenen Anhangs. Präsident Dirk Zingler: „Jeder einzelne daran Beteiligte muss sich bewusst sein, dass er seinem Verein großen Schaden zugefügt hat.“ Dem Ober-Unioner geht die Geschichte besonders nah. Weil er selber Fan ist. Weil er das Gesehene nicht verstehen kann.
Wie eine Vandalen-Horde stürmten Union-Ultras Sonnabend beim Test in Stockholm den Platz. Klar, der Anhang von Djurgarden provozierte die Unioner. Warf Bengalos. Aber das rechtfertigt solche Szenen nicht. Das Ganze schien geplant. Schon vor dem Match lief ein vermummter Berliner Mob durch Stockholms Zentrum.
Unter dem Strich bleiben jetzt zwölf verletzte Polizisten. Ein Beamter bekam eine Flasche ins Gesicht, neun weitere erlitten Hörschäden durch Knallkörper. Hinzu kommt ein verletzter Union-Fan. Eine Gewalt-Statistik, die absolut katastrophal ist. Und wir reden hier von einem Test-Kick!
Doch damit noch nicht genug. Am späten Sonnabend-Abend gingen die Tumulte in der Innenstadt weiter. Hunderte Menschen prügelten vor einer Kneipe in Schwedens Hauptstadt aufeinander ein. Verständlich, dass bei Union Ratlosigkeit herrscht.
Presse- und Stadionsprecher Christian Arbeit: „Wir versuchen jetzt schnellstmöglich, die Verantwortlichen ausfindig zu machen.“ Dabei helfen sollen die 475 im Stadion angebrachten Kameras, die in der Stockholmer Arena alles aufzeichneten. Das Landeskriminalamt wird sich jetzt das Videomaterial aus Schweden besorgen und auswerten.
Arbeit erklärt: „Wenn wir die Täter haben, dann werden wir sie im Rahmen unserer Möglichkeiten bestrafen. Als Verein bleibt uns ja nur die Möglichkeit des Ausschlusses.“
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