Symbolische Bestattung vor Reichstag

Polizei nimmt 91 Flüchtlings-Demonstranten fest

Nach der Protestaktion vor dem Reichstag gegen die EU-Flüchtlingspolitik sind am späten Sonntagnachmittag 91 Menschen festgenommen worden

BK
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Demo-Teilnehmer auf der Grünanlage vor dem Reichstag. Polizisten schirmen das restliche Gelände ab.

Demo-Teilnehmer auf der Grünanlage vor dem Reichstag. Polizisten schirmen das restliche Gelände ab.

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Nach der Protestaktion vor dem Reichstag gegen die EU-Flüchtlingspolitik sind am späten Sonntagnachmittag 91 Menschen festgenommen worden. Nach der Demonstration hatten einige Teilnehmer den Zaun vor dem Sitz des Bundestages umgeworfen, waren auf die Grünfläche gelaufen und hatten Löcher in den Rasen gegraben.

Gegen die 91 Festgenommenen, die aber danach alle wieder auf freien Fuß kamen, werde unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt, teilte die Polizei am Montag mit.

Zeitweise hätten sich bis zu 4000 Menschen auf der gesperrten Grünanlage befunden. Der größte Teil der Demonstranten sei der Aufforderung der Polizei, den Rasen zu verlassen, nachgekommen.

Bei dem Polizeieinsatz wurden den Angaben zufolge zwölf Beamte verletzt. Eine Polizistin musste im Krankenhaus behandelt werden, weil ein Mann ihr in den Finger gebissen hatte, wie es hieß.

Die Polizei schätzte am Sonntag, dass rund 5000 Teilnehmer bei dem Protest gegen die EU-Flüchtlingspolitik dabei waren. Sie waren bei einer symbolischen Bestattungsaktion mit Särgen durch Berlin Mitte gezogen. dpa

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