Bei der Polizei befasste er sich mit Kleinkriminellen. Er selbst wurde vor einem halben Jahr als mutmaßlicher Verbrecher abgeführt: Nach einem Überfall auf einen Autokäufer landete Gerry C. (42) in U-Haft.
Suspendierter Polizist gesteht Betrugsplan
Zum Dienst darf er schon lange nicht mehr: Wegen eines anderen Strafverfahrens suspendiert. Seit sage und schreibe fünf Jahren bei vollen Bezügen. Vor sechs Monaten ein krimineller Job. Gerry C.: „Eine Person hat mich überredet. Ich sollte mich als im Dienst stehender Polizist ausgegeben, um Geld zu stehlen.“ Ihm seien 10.000 Euro versprochen worden.
Der Plan, der angeblich von seinem Komplizen kam: Geld bei einem Autokauf „beschlagnahmen“. Es ging um einen Lamborghini Aventador Coupé (700 PS). Der gebrauchte Flitzer wurde im Internet für 189.000 Euro angeboten.
Falsche Polizisten kassieren 68.000 Euro
Autohändler S. (30) aus Polen hatte Interesse. 68.000 Euro in bar sollte S. am 16. Januar auf einem Supermarkt-Parkplatz in Reinickendorf anzahlen. Er kam mit zwei Begleitern, die den Lamborghini mit einem Transporter abschleppen sollten.
„Geld wird beschlagnahmt“ – dann war es weg
Als die Scheine im Auto von S. gezählt werden sollten, tauchten zwei schwarz gekleidete Männer auf. Täuschend echt: Polizei-Weste, Funkgerät unter der Jacke, Handfesseln am Gürtel, Softair-Pistole im Holster. Ansage von C.: „Verdacht dubioser Geschäfte, das Geld wird beschlagnahmt.“
C. zum Richter: „Mein Mittäter, den ich nicht benennen möchte, nahm das Geld.“ Der Mann habe auch 3000 Euro eingesteckt, die sie im Transporter fanden. S. und dessen Begleiter hätten aber eine Quittung verlangt. C. zum Richter: „Darauf waren wir nicht vorbereitet.“
Sie sprangen in ihren Wagen, wurden verfolgt, steckten schließlich in einer Sackgasse fest. C.: „Mein Mittäter fuhr einem der Männer über den Fuß, griff sich dann das Geld, rannte weg.“ Auch der Verkäufer verschwand. C. wurde von echten Polizisten abgeführt. Nun geht es um schweren räuberischen Diebstahl.
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