Großalarm im beschaulichen Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz). Freitagmorgen, 2.35 Uhr, schallt ein lauter Knall durch die Gemeinde. Menschen, die aus dem Schlaf gerissen werden, glauben, eine Bombe sei explodiert. Anwohner sehen aus den Fenstern, wie Feuer aus dem Supermarkt an der Schulstraße aufsteigt und alarmieren sofort Polizei und Feuerwehr.
Unbekannte Täter hatten mit ihrer üblichen Masche versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Mit ihrer Sprengladung haben sich die Stümper aber deutlich verschätzt und sich beinahe selbst mit in die Luft gesprengt. Minuten später brennt das ganze Einkaufszentrum, ein benachbarter Supermarkt fängt Feuer. Mehrere Dächer stürzen ins sich zusammen. 19 Löschfahrzeuge und 80 Brandbekämpfer rücken aus. Durch das Ausmaß der Zerstörung war bis Freitagnachmittag nicht klar, ob die Täter überhaupt an die Geldkassette gelangten.
Offenbar wüten seit Monaten Serientäter in Brandenburg. Vor drei Wochen erst müssen die selben Amateure in Vehlefanz (Oberhavel) ebenfalls zugeschlagen haben. Dort hatten sie durch die Wucht der Explosion ein ganzes Bankgebäude zerstört. Wie in Altdöbern lag der Tatort in der Nähe einer Autobahn, was den Tätern eine schnelle Flucht ermöglichte.
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Sprengungen gibt, ist derzeit noch ungeklärt. In Berlin-Brandenburg wurden in letzter Zeit immer wieder Geld- und Fahrkartenautomaten gesprengt.
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