Das Straßenausbaubeitragsgesetz: Als es 2006 der rot-rote Senat verabschiedete, wurde es als große soziale Errungenschaft gefeiert. Besonders die Linkspartei jubelte. Nach ihrer Meinung dient der Ausbau einer Straße der besseren Nutzbarkeit. Und weil die Eigentümer von anliegenden Grundstücken davon profitieren, sollten sie sich auch per Gesetz endlich an den Baukosten beteiligen. Doch fünf Jahre später zeigt sich in der Praxis, wie dieses scheinbar soziale Gesetz immer mehr zur Abzocke wird. Da sollen nun Berliner bis zu 10 000 Euro und mehr von ihrem Ersparten dafür bezahlen, dass eine bisher für alle Anwohner ruhige Straße wie der Kirchhainer Damm in Lichtenrade nun gegen ihren Willen zu einer lauten Verkehrsmeile umgebaut werden soll. Liebe Linkspartei, lieber Senat - wer hat denn da den Nutzen? Die Anwohner, die Krach und Abgase von künftig mehr Autos und Stinke-Lastern ertragen müssen, bestimmt nicht. Aber sie sollen dafür finanziell bluten. Seiten 10-11------------------------------Zitat: "Warum soll man für Lärm zahlen?"
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