Von der Straße ins Olympiastadion

Stocker-Entdecker Tobler: So tickt Valentin

Max Tobler entdeckte Herthas Neuzugang Valentin Stocker (25) beim Knödeln vor einer Garage. Im KURIER erzählt der 64-Jährige die unglaubliche Geschichte einer tollen Karriere.

André Bellert
Lesezeit 3 Min
Valentin Stocker ist ein Leader, sagt sein Trainer aus der Jugendzeit. Sein ehemaliger Teamkollege El Nenny (li.) wird's bestätigen können.

Valentin Stocker ist ein Leader, sagt sein Trainer aus der Jugendzeit. Sein ehemaliger Teamkollege El Nenny (li.) wird's bestätigen können.

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Das war der Startschuss für die Bilderbuchkarriere. Fünf Meisterschaften in Folge mit dem FC Basel und jetzt der Wechsel zu Hertha BSC. Der kleine Valentin war „immer einer der Besten. Hat schon als Kind Unmengen Tore geschossen“, sagt Tobler.

Egal ob F-Jugend oder C-Jugend. Sein sportliches Talent liegt in den Genen. Papa, ein Lehrer, war erfolgreicher Tennisspieler. Zusammen mit ihm, seiner Mama und seinen zwei Brüdern war Vali regelmäßig auf der Piste Skifahren. Familienmensch und „Bewegungstalent“ Stocker ist eine Sportskanone.

„Ich hatte Angst, dass er Tennisprofi wird“, offenbart Max Tobler im Scherz. Aber Valentin braucht das Team. Eine Mannschaft. „1 gegen 1 und dann noch ein Netz dazwischen – das war nichts für Valentin“, erklärt Tobler. Die Entscheidung für das runde Leder war goldrichtig. Schon früh war klar: Der Junge hat das Zeug zum Profi.

Die Kantonsschule (Gymnasium) brach Valentin ab, um sich voll auf Fußball zu konzentrieren. „Er ist sehr ehrgeizig“, so Tobler. 2006 wechselte er mit 16 Jahren zum FC Basel. Der SC Kriens wollte Valentin zwar halten, aber der damalige Sportchef verweigerte Stocker eine Ausstiegsklausel. Der Karriere hat es nicht geschadet. Alle Jugendnationalteams durchlaufen, Durchbruch bei Basel, schweizerischer Nationalspieler. Fünf Mal Meister, Europa-League-Halbfinale und Champions League.

Stark, aber was ist Stocker für ein Typ? Was macht ihn besonders? „Er ist ein Leader. Er ist sehr selbstbewusst, ohne dabei arrogant zu sein. Er ist ein lustiger sympathischer Typ“, beschreibt Tobler den offensiven Linksfuß. „Er ist immer für etwas Besonderes auf dem Platz gut.“ Die Entscheidung für Hertha hat er sich gut überlegt. „Denn er muss sich wohlfühlen. Er braucht das Gefühl, dass er gewollt wird. Das ist wichtiger als Geld.“

Mit dem Vier-Jahres-Vertrag zeigt Hertha, dass man auf den Schweizer baut. Die Hertha-Fans können sich auf einen super Fußballer von der Straße freuen, der auch Tennisprofi hätte werden können.

2013: Herthas Neuzugang Valentin Stocker fliegt ins Duell mit Brasilien-Star Neymar (r.).

2013: Herthas Neuzugang Valentin Stocker fliegt ins Duell mit Brasilien-Star Neymar (r.).

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So schnell kann’s gehen: 2008 wird Herthas Fabian Lustenberger im Schweizer U21-Team für Valentin Stocker ausgewechselt.

So schnell kann’s gehen: 2008 wird Herthas Fabian Lustenberger im Schweizer U21-Team für Valentin Stocker ausgewechselt.

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Am Sonntag wird Stocker nach 260 Spielen in Basel verabschiedet, ...

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... trägt bald das Hertha-Trikot. Sehr zur Freude von Manager Michael Preetz und Trainer Jos Luhukay..

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