Für die Füchse ist klar, dass Semisch kein Ersatz sein soll, sondern eine gleichwertige Alternative zu Heinevetter. Der Wettbewerb zwischen den Pfosten soll beide anstacheln. Für Füchseboss Bob Hanning zählt er schon jetzt den besten Torhütern der Liga − mit besten Aussichten, irgendwann mal das Tor der Nationalmannschaft zu hüten. Entsprechend wurde er bis 2022 mit einem Vertrag ausgestattet.
Größer als das Tor
Bei Semischs Ex-Klub TSV Hannover-Burgdorf zeigte der Niedersachse aus Neustadt am Rübenberge in der letzten Saison überragende Paraden, trat aber dennoch oft hinter Martin Ziemer zurück – schwer vorstellbar bei seinen 2,08-Meter-Hünen, der das Tor in Größe überragt. Er sagt: „In das Tor aufrecht stellen, kann ich mich nicht, da das Handballtor ja nur zwei Meter hoch ist.“
Bereits am Wochenende könnte es im Pokal zu einem brisanten Wiedersehen kommen: Wenn die Füchse ihr Spiel in Emsdetten gegen den Oranienburger HC am Sonnabend (15 Uhr) gewinnen und die TuS N-Lübbecke den Turnier-Gastgeber besiegt, geht es für Semisch am Sonntag gegen das Team um den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale, bei dem er zwischen 2013 und 2015 im Tor stand.
Die ersten Eindrücke Semischs sind jedenfalls vielversprechend. Besonders beim Heide-Cup fiel er auf, als er im Spiel gegen RK Vardar Skopje seinen Vorderleuten mit starken Aktionen mehrmals den Rücken stärkte.
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